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Willander Sieht Fern

Willander Sieht Fern: Grüezi miteinand‘!

Nun kommen junge Männer aus St. Gallen, die in der Stadt über Hindernisse springen, die andere Leute umgehen. Beatrice begrüßt im Studio einen Meisterspringer mit dem Hammersatz: „Schön, dass du auf einen Sprung vorbeigekommen bist.“ Und es kommt noch besser: „Du bist auf dem Sprung nach Hollywood, zu Steven Spielberg.“ Als Double für einen Schauspieler, der nicht so gut springen kann. Ein Vogelstimmen-Imitator mit Tirolerhut pfeift österreichische und bayerische Buchfinken nach.

Egli trägt jetzt ein Kleid, einen Traum aus Lindgrün und Gelb. Das „Redaktionsbüro in Berlin“, in dem sie plötzlich zu sehen ist, hat einen Musiker ausfindig gemacht, dessen Video auf YouTube „mehr als zwölf Millionen Klicks“ hat. „Hoch über den Dächern der Millionenmetropole“ wird schon wieder ein Video mit Jona gefilmt, da überrascht ihn Beatrice, die das Redaktionsbüro verlassen hat. Jona spielt Gitarre, aber auch Cello. Den ersten Triumph hatte er mit 14 Jahren beim Schulfest, als er „Californication“ sang. „Du hast da das T-Shirt ausgezogen, ne?“, säftelt Beatrice.

Howard Carpendale kommt in Turnschuhen: „Immer wieder sagen die Lieder / Es ist alles noch da.“ Howie ist noch da, das Schulfoto aus Durban ist noch da, die Geschichten vom Cricket sind noch da. „Es ist sehr schwer geworden heute“, gibt Howie den jungen Men- schen mit auf den Weg. Dann tanzt ein gehörloser afrikanischer HipHop-Lehrer. Beatrice trägt nun ein enges Paillettenkleid. Zwei schwäbische Studenten mit Strohhüten „wollen die sozialen Netzwerke sozialer machen“; sie haben schon Millionen Klicks für ein Video, das sie dabei zeigt, wie sie in einer Fußgängerzone neben einem Bettler auf einen Eimer klopfen und Gitarre spielen und einen Strohhut hinlegen, in den ein Kind sogleich eine Münze wirft. Sie geben dem Bettler den Strohhut, er guckt verdutzt. Aber es war gar kein Bettler, sagen sie auf Eglis Sofa – vorsichtshalber haben sie einen Schauspieler in die Fußgängerzone gesetzt. In Mexiko wurde es schon nachgemacht.



YouTube-Kanal: eine Milliarde Streams mit „Ich find Schlager toll“

Nach den goldenen Zeiten des Schlagers, die Anfang der 80er Jahre ihr Ende fanden, machten Andrea Berg und Helene Fischer das Genre im neuen Jahrtausend wieder salonfähig – und vor allem erfolgreich. Was dem einen ein Graus ist, ist des anderen liebste Musik. Schlagerstars wie Beatrice Egli, Kerstin Ott, Helene Fischer oder Maite Kelly werden immer beliebter. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder, die Universal Music nun bekannt gab. Deren YouTube-Kanal „Ich find Schlager toll“ durchbrach die Schallmauer von einer Milliarde Streams. Damit und mit den 750.000 Abonnenten des Channels gehört „Ich find Schlager toll“ zu den Top-30-Kanälen…
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