Zu schlecht: Berliner Polizei-Song „Herzlich willkommen“ wird nicht eingesetzt

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Zu schlecht: Berliner Polizei-Song „Herzlich willkommen“ wird nicht eingesetzt

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Auf Facebook gibt es einen Song zum Anhören, den Beamte selbst eingespielt haben – „Herzlich willkommen“. User konnten auf der Homepage der Polizei dann abstimmen, ob das Stück offiziell als Werbung eingesetzt werden soll.

Ein unbeschreiblich schlechtes Lied, das nur unfreiwillig komisch wirken konnte. Wortlaut der Beamten: „Zwei unserer Kollegen haben in ihrer Freizeit den Song „Herzlich Willkommen“ produziert und uns angeboten, diesen für unsere Nachwuchswerbung zu nutzen. Das Lied soll vor allem junge Leute ansprechen und neugierig auf den Beruf des Polizisten machen. Was halten Sie von dem Song?“

Zu Eurobeats rappt da jemand: „Bewirb Dich jetzt: 110“, „Greif zu den Sternen – und werde Polizist“, „Werde einer von uns, yeah“. „Polizist sein, das ist eine ganz besondere Sache“.

Nun hat die Polizei bekannt gegeben: Der Song wird nicht zur Nachwuchsrekrutierung eingesetzt: „Von den insgesamt 15.683 gültigen Stimmen entfielen 45% auf „ja“ und 55% auf „nein“. Trotz der Knappheit dieses Ergebnisses werden wir das Lied nicht als unseren Werbesong verwenden“, heißt es auf Facebook.

Laut Polizeiangaben erreichte das Stück auf Facebook 1,5 Millionen Menschen und wurde 10.000 Mal „geliked“. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, wurde der Song von Beamten im mittleren Dienst eingespielt. Das hatte ein Polizeisprecher bekannt gegeben. Der Produzent und Organisator ist laut Auskunft 30 Jahre, der Sänger und Sprecher des Liedes 34 Jahre alt. Dazu kam eine Sängerin zum Einsatz,  27 und Freundin des Produzenten.

Die Macher sagten nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses:  „Der Song lief in diversen Radiosendern, wurde in der Presse thematisiert und etliche Male geklickt. Ein absoluter Wahnsinn, der uns stolz macht.“

Klare Sache: Für diese Beamten ist das Glas immer halbvoll.

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