Justin Timberlake beantragt Verbot seines DWI-Verhaftungsvideos
2024 bekannte sich der Sänger in Sag Harbor schuldig: wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss – ein Vergehen, das nun erneut publik werden könnte.
Justin Timberlake hat einen Antrag gestellt, um die öffentliche Veröffentlichung von Bodycam-Aufnahmen seines Verkehrsstopps und seiner Verhaftung am 18. Juni 2024 zu verhindern. Damals soll er an einem Stoppschild im Southampton-Ort Sag Harbor, New York, nicht angehalten haben. Der Antrag erfolgt, nachdem sich der Sänger Monate nach der Verhaftung in einem Anklagepunkt des Fahrens unter Alkoholeinfluss schuldig bekannt hatte.
In dem am 2. März eingereichten und dem ROLLING STONE vorliegenden Antrag erklären Timberlakes Anwälte, die Aufnahmen zeigten den Grammy-Gewinner in einem „akut verletzlichen Zustand während einer Begegnung mit Strafverfolgungsbehörden am Straßenrand, die intime Details von Aussehen, Verhalten, Sprache und Handlungen des Antragstellers festhalten“. Hinzu komme, dass die Aufnahmen Timberlake auch während stundenlanger Inhaftierung nach der Verhaftung zeigten.
Die Aufnahmen sind derzeit Gegenstand eines Antrags nach dem Freedom of Information Act (FOIA) – einem US-Gesetz, das Bürgern und Medien Zugang zu Regierungsdokumenten gewährt –, den Medienvertreter, darunter ABC News, gestellt haben. Dies geht aus einem Eilantrag zur Blockierung des Begehrens hervor.
Anwälte warnen vor Rufschaden
In den Unterlagen argumentiert sein Rechtsteam, die öffentliche Veröffentlichung des Videos würde „schweren und nicht wiedergutzumachenden Schaden“ an seinem Ruf anrichten, ihn „Belästigungen“ aussetzen und keinem „legitimen öffentlichen Interesse am Verständnis staatlicher Abläufe“ dienen. Die Anwälte behaupten außerdem, die Offenlegung der Aufnahmen würde einen „ungerechtfertigten Eingriff“ in die „Privatsphäre“ des Künstlers darstellen.
Timberlakes Anwälte reagierten zunächst nicht auf eine Anfrage des ROLLING STONE zur Stellungnahme.
Der Sänger war im Juni 2024 unter dem Verdacht des Fahrens unter Alkoholeinfluss (DWI) festgenommen worden. Laut einem früheren Gerichtsschriftsatz beobachteten Polizeibeamte, wie Timberlake angeblich durch ein Stoppschild fuhr und anschließend über mehrere Blocks hinweg nicht „auf der rechten Straßenseite blieb“.
Vom Vergehen zum Schuldbekenntnis
Nach der Verhaftung in Sag Harbor wurde Timberlake zunächst wegen eines einzelnen Misdemeanor-Vorwurfs – also eines Vergehens – des Fahrens unter Alkohol (Driving While Intoxicated) angeklagt, auf den er zunächst auf nicht schuldig plädierte. Im darauffolgenden September erklärte er sich bereit, sich des geringfügigeren, nicht strafrechtlich relevanten Vergehens des Fahrens unter Alkoholeinfluss (Driving While Impaired) schuldig zu bekennen. Berichten zufolge muss er lediglich eine Geldstrafe von 500 Dollar zahlen, einen Spot zur öffentlichen Sicherheit produzieren und bis zu 40 Stunden gemeinnützige Arbeit bei einer Non-Profit-Organisation seiner Wahl leisten.