Rezensionen

  • Thomas von Steinaecker

    - Die Verteidigung des Paradieses

    Thomas von Steinaecker, ausgewiesener Kenner des Werks von Philip K. Dick, ist ein Meister des Verwirbelns von visionären Gesellschaftsbildern, dystopischen Welten, den Auswirkungen der Geschichte und literarischen Versatzstücken. Meist waren seine Romane beunruhigend, erschreckend, paranoid, erzeugten Schwindelgefühle, waren aber auf ein ganz merkwürdige und fantastische Weise unterhaltsam. Dabei musste man sich auf seine sprachlichen Experimente […] mehr…

  • Manu Larcenet - Blast IV Hoffentlich irren sich die Buddhisten

    Manu Larcenet - Blast IV – Hoffentlich irren…

    Alles beginnt mit einem seltsamen Knacken im Kopf. Dann folgen Schwindel, Übelkeit, Brechreiz und schließlich Ohnmacht. In diese innere Leere drängen grelle Farben und seltsame Formen, dargestellt in Form von expressiven Kinderzeichnungen. Diese inneren Eruptionen geben Manu Larcenets abgründiger Geschichte „Blast“ ihren Titel. Mit dem vierten Band, „Hoffentlich irren sich die Buddhisten“, der nun in […] mehr…

  • Andreas Dorau/Sven Regener - Ärger mit der Unsterblichkeit

    Andreas Dorau/Sven Regener - Ärger mit der Unsterblichkeit

    „Ärger mit der Unsterblichkeit“ – das ist mal ein guter Titel für Memoiren. Titel konnte Andreas Dorau ja schon immer gut, wie ein Blick auf seine Singles-Diskografie zeigt: „Die Welt ist schlecht“,  „Das Telefon sagt Du“, „Die Sonne scheint“, „So ist das nun mal“, „Die Menschen sind kalt“. Eigentlich ist damit die menschliche Existenz schon […] mehr…

  • Siri Hustvedt - Die Gleißende Welt

    Siri Hustvedt - Die gleißende Welt

    Sind am Ende „ein Schwanz und ein Paar Eier“ der Grund, warum das Werk eines Künstlers mehr geschätzt wird als das einer Künstlerin? Um diese Frage kreist das an philosophischen, psychoanalytischen und literaturgeschichtlichen Abschweifungen reiche Buch der Universalgelehrten Siri Hustvedt. In dem lässt sich die New Yorker Künstlerin Harriet Burden auf einen teuflischen Pakt ein: […] mehr…

  • Frank Witzel - Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

    Frank Witzel - Die Erfindung der Roten Armee…

    Ursprünglich sollte die Rote Armee Fraktion den Namen Tupamaros von Biebrich tragen. Das klang der Schülerbande um den anonymen Erzähler in Frank Witzels berauschendem Romankoloss dann aber doch zu provinziell. So kam es zu dem Namen, unter dem ein Jahr später eine gewisse linksextremistische Terrorgruppe in Erscheinung trat und die Berühmtheit der Beatles erlangen sollte. […] mehr…

  • Rachel Kushner - Flammenwerfer

    Rachel Kushner - Flammenwerfer

    Es gibt zwei wichtige Institutionen, deren Zuspruch man in den USA benötigt, um als Autor der nächsten „Great American Novel“ gehandelt zu werden: Jonathan Franzen und den „New Yorker“-Kritiker James Wood. Rachel Kushners zweiter Roman, „Flammenwerfer“, da waren sich beide einig, ist ein großer Wurf. So groß, möchte man hinzufügen, dass das Buch nicht auf […] mehr…

  • Tom Drury - Das stille Land

    Tom Drury - Das stille Land

    Die schöne Stella Rosmarin ist auf den Kopf gefallen. Nun glaubt sie jemand anders zu sein – eine Frau, die für eine Freundin deren Haus hütete und nach einem Brandanschlag ums Leben kam. Stella rettet den im zugefrorenen See eingebrochenen Pierre. Sie scheint das Unglück vorausgesehen zu haben. Die beiden verlieben sich ineinander. Auf einem […] mehr…

  • Steffen Kopetzky - Risiko

    Steffen Kopetzky - Risiko

    Als es in den ersten Tagen des Ersten Weltkriegs zu einem hinterhältigen Angriff der deutschen Marine auf britische Truppen vor Albanien kommt, schlägt Großbritannien zurück. Die Deutschen müssen ins neutrale Istanbul fliehen. Hier hält der Diplomat und Orientkenner Freiherr Max von Oppenheim einen waghalsigen Plan bereit: Er schickt eine von Oberleutnant Oskar Niedermayer geführte Geheimexpedition […] mehr…