Grizzly Bear veröffentlichten am 14. September ihr neues Album "Shields". Jetzt gibt es zu dem Track "Yet Again" ein neues Video, das der Faszination, die der Longplayer hervorruft, nur allzu gut gerecht wird. Hier kann man es sich ansehen.
Foto:
Rape/ Rough Trade
Screenshot von "Yet Again"
Grizzly Bear beweisen in ihrem neuen Album "Shields" den Willen zu ausgefeilten Arrangements. Das fiel unserem Autoren Ralf Niemczyk in der Review zum Longplayer auf. Darauf findet sich "weniger Geniedel, mehr Byrds-Beatles mit einer guten Prise Van Dyke Parks – das Faszinierende ist die Leichtigkeit bei dieser Platte bei aller Komplexität." Das Video zum Song "Yet Again" stellt das eindrucksvoll unter Beweis. Schockierend schöne Szenarien bieten sich da. Hauptdarstellerin im Clip ist eine Eiskunstläuferin, die strauchelnd über die Eisfläche fällt, um im nächsten Moment darin einzubrechen. Der Zuschauer begleitet die Tänzerin auf ihrer Odyssee durch Vergnügungsparks und Wälder bis zum finalen Breakdown, in dem sich die innerliche Aufgewühltheit in Hysterie entlädt.
Hier findet sich ein grandioses Video von Emily Kai Bock, das eine Symbiose mit diesem schönen Titel eingeht.
Für unsere aktuelle Ausgabe traf Christoph Dorner die Herren von Grizzly Bear, die viel streiten mussten, damit ihr neues, tolles Album "Shields" so klingt wie es nun klingt. Das verrieten sie uns im Interview - dazu gibt's den Albumstream.
Chris Taylor ist der Bassist von Grizzly Bear, Produzent mit eigenem kleinen Label und nun auch Songschreiber: Am 9. September ist unter dem Namen Cant sein Solodebüt "Dreams Come True" erschienen. Hier unser Interview samt Albenstream.
Das dritte Album von Grizzly Bear aus Brooklyn swingt sich locker ein auf der akustischen Gitarre, E-Piano, Bass und Ride-Becken und kreist dabei um ein überschaubar anregendes Bluesmuster. Ein Lockvogel für ein Album, das sich spätestens nach dem ersten ordentlichen Break mit hängebrückenlangen Spannungsbögen, progressiven Songarchitekturen und wie zwischen Stehpult, Chorraum und Probebühne erarbeiteten Arrangements zu etwas auftürmt, was der Hörer erst einmal erfassen muss. Doch dank der hohen Melodiösität, die in dieser church of indie im Mittelpunkt des Glaubensbekenntnisses steht, ist diese Arbeit erstrebenswert und ganz einfach zu verrichten. Was sich hier aus dem Stuhlkreis einer Folkkapelle zu solch sagenhaften Gewaltigkeiten aufschwingt, wird fast ein wenig hilflos mit Konstruktionen wie Neo-Psychedelia und Experimental-Rock beschrieben - und ist doch nichts anderes als eine Fortentwicklung der Gospelmusik. Auch wenn manche Stücke auf diesem (klarer als sein Vorgänger YELL0W...