71. I’m A Loser

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Autor: Lennon | Aufgenommen: 14. August 1964 Veröffentlicht: 13. November 1964

B-Seite (Rock’n’roll music)

Als er sich 1980 im Rückblick noch einmal zu „I’m A Loser“ äußerte, meinte Lennon: „Ein Teil von mir hat den Verdacht, dass ich ein Verlierer bin, der andere Teil glaubt, ich sei Gott höchstpersönlich.“ Countrymusik und Bob Dylan waren die Katalysatoren dieses Songs: Das Country-Element findet sich im Fingerpicking, im Gitarren-Twang und im desperaten Tonfall des Textes. 1964 hörten die Beatles viel Buck Owens und George Jones, die – so McCartney – eigentlich „nur über todtraurige Sachen“ sangen. Die Prise Dylan hört man in Lennons Gesang, dem Einsatz der Mundharmonika – und der Verwendung des Wortes „clown“: Lennon hatte das Wort bislang als zu kunstbeflissen abgelehnt, änderte aber seine Meinung, nachdem auch Dylan es einsetzte. Die Handschrift der Beatles war dennoch unübersehbar: in den überschäumenden Vokal-Harmonien des Intros, in einer Melodie, die urplötzlich zu seinem Sturzflug ansetzt, in Harrisons Carl-Perkins-Vignetten und in Lennons psychologischer Scharfsinnigkeit: „Is it for her or myself that I cry?“

Auf dem Album: „Beatles For Sale“

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