METAL HAMMER DAY mit Doro Pesch, Rage, Beasto Blanco: Heute bei #DaheimDabeiKonzerte

Über die Artists

Doro Pesch:

Sie gilt als „Queen Of Metal“ – doch der Weg zu diesem anerkennenden Titel war alles andere als einfach für das deutsche Heavy Metal-Urgeistein. Als eine der ersten Frauen gelang es Doro Pesch nach ersten Gehversuchen bei den Düsseldorfer Underground-Bands Snakebite und Attack, sich mit Warlock in der schwermetallischen Männerdomäne ein Denkmal zu setzen.

Das Debüt BURNING THE WITCHES legte 1983 den Grundstein für eine vielversprechende Karriere: Es folgte ein lukrativer Deal mit Phonogram und ein legendärer Auftritt beim Monsters Of Rock ’86. Dauerhaften Bestand sollten Warlock aber nicht haben: Nur drei Jahre nach dem Erstling markierte der vierte Longplayer TRIUMPH AND AGONY trotz der darauf enthaltenen Klassiker ‘All We Are’ und ‘Für Immer’ das Ende der Band.

Doro siedelte nach New York über und schnappte sich Kiss-Langzunge Gene Simmons als Produzenten, mit dem sie, nach dem Übergangswerk FORCE MAJEUR, an ihrem Solodebüt DORO arbeitete und fortan die Karriereleiter allein erklomm. Heute ist sie aus der Metal-Szene nicht mehr wegzudenken. Ihre jüngste, 2018 erschienene Doppel-Langrille FOREVER WARRIORS / FOREVER UNITED widmete Doro dem verstorbenen Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister und präsentiert darauf – mit diversen prominenten Gastbeiträgen – die gesamte stilistische Bandbreite ihres Könnens.

Rage:

Sie nannten sich Avenger, lange bevor Superhelden die Kinoleinwände unsicher machten. Schnell war aber mit Furious Rage ein neuer Name gefunden. Noise Records strich kurzerhand die Hälfte, und Rage waren geboren. Schon bald stellte sich der Erfolg ein: Mit PERFECT MAN von 1988 erschien nicht nur das erste Album als Dreiergespann, sondern es war auch das erste, welches sich mit seiner markanten Mischung aus Speed und Power Metal in die Herzen der Kritiker prügeln konnte.

Einziges verbliebenes Gründungsmitglied ist heute Peter „Peavy“ Wagner; ein stetiger Musikerwechsel brachte nicht selten auch stilistische Veränderungen ins Rollen. Der weißrussische Klampfer Victor Smolski sorgte Zeit seiner Beschäftigung bei Rage für eine merklich progressivere und symphonischere Marschrichtung. Seit 2015 komplettieren Marcos Rodriguez an der Gitarre und Vassilos „Lucky“ Maniatopoulos am Schlagzeug die Besetzung, in welcher Rage auch ihr aktuelles Album WINGS OF RAGE einspielten – ein Charterfolg und Album des Monats im METAL HAMMER.

Beasto Blanco:

Als Beasto Blanco im vergangenen Herbst ihr Musikvideo zu „Solitary Rave“ veröffentlichten, beschrieb der Titel noch eine wilde Cyborg-Phantasie der Frontsängerin Calico Cooper – die Tochter des Schock-Rockers Alice Cooper. Ein halbes Jahr später verschanzen wir uns notgedrungen zuhause – und der „Solitary Rave“ findet im eigenen Wohnzimmer statt. Gut, dass Beasto Blanco schon damals bewiesen haben, welche Wucht sie mit ihren Performances auch vor der Kamera von L.A. aus entfalten können.

Die fünfköpfige Metalband um den Gitarristen Chuck Garric reißt seit Jahren quer über den Globus Konzerthallen mit ihrem brettharten Stoner-Rock-Sound ab, zu dem man sich in Gedanken bereits auf der Route 66 heizen sieht. Beasto Blanco beschreiben sich als charaktergetriebene Lifestyle-Band, die den Rock’n’Roll wieder auf die Karte setzen will – musikalisch übersetzt heißt das: Hooklines mit Hymnencharakter, massive Gitarrenriffs á la Motörhead und White Zombie sowie schräge Choreographien, die fast einer Theaterinszenierung entnommen sein können. Diese Songs bersten vor Spirit von Ausbruch und Freiheit – und wann war das dringender nötig als jetzt?