Kurt Vile
„Philadelphia’s Been Good To Me“
VERVE/UNIVERSAL (VÖ: 29.05.2026)
Der Songwriter würdigt lässig seine Heimatstadt
Kurt Vile wirkt chronisch tiefenentspannt. Einst tourte er mit The War On Drugs, bevor er sich vom Bandgefüge losriss, um sein eigenes Tempo zu finden. Seitdem widmet er sich bedächtig zuckelndem Rock – mal psychedelisch, mal folkig, immer in sich selbst ruhend.
So auch auf seinem zehnten Album, einer Hommage an Philadelphia, wo Vile lebt und arbeitet. Ihm scheint es dort zu gefallen, denn alles durchdringt eine fast öde Betulichkeit. Im Titelsong ziehen watteweiche Synthwolken vorbei, sonnenstrahlige Gitarrenlicks gleißen hindurch, dazu nuschelt Vile über Sehenswürdigkeiten. So klänge wohl die Stadtführung eines grasbenebelten Denkers.
Im instrumentalen „Red Room Dub“ liebkosen vogelzwitschernde Melodien einander, „Avalanches Of Snow“ wiederum mümmelt sich in mollige Trompeten und kaminfeuriges Glockenspiel. Es wirkt wie eine samtene Einladung in Viles philadelphische Gemächlichkeit.