„Bleeding Me“: Metallica bringt fast 10.000 Fans zur Blutspende
Metallica motivierte fast 10.000 Fans zur Blutspende in Frankfurt und Berlin. Die Aktion „Bleeding Me“ mit dem Roten Kreuz verdoppelte knapp die Zahl der Erstspender.
Die letzten drei Metallica-Konzerte in Deutschland waren eine ziemlich blutige Angelegenheit: Nein, es kam nicht zu Platzwunden im Moshpit – zumindest nicht unseres Wissens nach –, aber dafür floss das Blut anderweitig. Denn fast 10.000 Fans ließen sich im Rahmen eines Metallica-Aufrufs zur Blutspende motivieren.
„Bleeding Me“: Metallica will an euer Blut
„Bleeding Me“ hieß die Blutspendeaktion von Metallica, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz in Frankfurt und Berlin stattfand. In diesen Städten machte die Band für drei Deutschland-Tourstopps halt: mit einem Doppelkonzert am 22. und 24. Mai im Deutsche Bank Park in Frankfurt sowie am 30. Mai im Olympiastadion in Berlin. Dort stellte die Band einen Zuschauerrekord auf – über 94.000 Konzertbesucher im Olympiastadion, so viele wie nie zuvor. Die Zahlen sprengten alle Rekorde, nicht nur im Stadion, sondern auch im Blutspendezentrum.
Fast 10.000 Spender in Deutschland
„Bleeding Me“ – so heißt auch ein Song der erfolgreichen Metal-Band – und mit diesem Aufruf schafften es die US-Amerikaner, zahlreiche Menschen an die Nadel zu locken. Wer sich tapfer das Blut abzapfen ließ, erhielt danach ein T-Shirt in limitierter Auflage. Das überzeugte offenbar viele deutsche Fans: Fast 10.000 spendeten im Kontext der Aktion rund um Berlin und Frankfurt bei der DKMS. Damit schafften es Metallica, die Zahl der Erstspender in Deutschland nahezu zu verdoppeln.
Die M72-Tour geht weiter – und mit ihr der Blutspendeaufruf
Metallica ist weiterhin mit ihrer M72-Tour in Europa unterwegs und hat als Nächstes Durst auf das Blut ihrer italienischen, ungarischen und britischen Fans. Danach aber bitte auf den Kopf aufpassen im Moshpit – zu viel Blutverlust wäre sicher nicht zuträglich fürs Headbangen zum Lieblingssong. Ein Problem mit Nadeln dürften die meisten Fans ohnehin nicht haben, spitzes Metal(l) gehört schließlich zu ihrem Spezialgebiet. Und wer weiß: Vielleicht wird aus dem einen oder anderen Erstspender noch ein Wiederholungstäter – denn das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, ist eine fast noch bessere Belohnung als ein T-Shirt.