Apokalypse, Baby! Bela B über den Weltuntergang


„Ein seltener Gast“ sei Bela B beim Rolling Stone und hat ja irgendwie Recht. Sein neues Hörbuch „Exit Mundi“ von Maarten Keulemans bot dennoch einen guten Anlass, um sich endlich mal mit dem Herren zu unterhalten – selbst wenn man sich musikalisch manchmal nicht einig wird. Das Sachbuch des Niederländers Keulemans, das sich mal wissenschaftlich mal unterhaltsam dem Thema Weltuntergang widmet, ist nämlich eine recht vergnügliche Angelegenheit. Und einen Hang zu morbiden Themen der Popkultur hatte der Drummer der Ärzte ja schon immer.

Wir trafen Bela B. in Hamburg und sprachen mit ihm über Apokalypsen in der Popkultur, den Soundtrack dazu und die ganz persönlichen Panikmomente im Leben, in denen man das Ende klopfen hört.

„Exit Mundi“ von Maarten Keulemans ist ein Buch über Apokalypsen. Keulemans stellt ein paar der bekanntesten Versionen vor und nennt auch gleich eine Wahrscheinlichkeitsquote. Welche der Genannten war deine liebste Apokalypse?
Das Kapitel über Zombies hat mir am besten gefallen. Aber – das kann ich hier ruhig schon mal vorweg nehmen – es ist die Unwahrscheinlichste von allen Untergangsszenarien. Die Wahrscheinlichkeit liegt ziemlich genau bei 0%.

Schade eigentlich.
Ja, fand ich auch. Da hätte ich deutliche Vorteile anderen Menschen gegenüber, weil ich mich da doch sehr gut auskenne.

Wem würdest du „Exit Mundi“ empfehlen?
Es ist sehr praktisch, wenn du im Begriff bist eine Sekte zu gründen, die sich ein Untergangsszenario aussucht, und dann darauf hinarbeitet. So wie Scientology, die sich ja auch darauf berufen, dass sie irgendwann abgeholt werden. Mit einem Raumschiff, als einzige Erleuchtete. Wenn du also solch eine Sekte gründen willst, dann hat Keulemans eben schon mal alle Varianten auf die Auslage gelegt. Du brauchst dir deine dann einfach nur noch aussuchen und kannst deinen Jüngern genauestens Auskunft geben.

Wie sähe deine Sekte aus?
Eine Zombie-Sekte mit Anspruch auf Langlebigkeit wird ja leider nicht passieren. Ehrlich gesagt reichen mir dann schon diese Abermillionen von willenlosen Jüngern, die meine Band weltweit gesammelt hat (lacht).



Die Ärzte lesen zur Rettung Berliner Clubs aus Cartoon „Didi & Stulle“

Bela B. und Farin Urlaub von Die Ärzte lesen ohne Rod und - derzeit nicht anders möglich - ohne Live-Publikum im Berliner Club SO36 aus „Didi & Stulle“, dem bekannten Cartoon des Berliner Comic-Künstlers Fil, der seit 1997 in der Stadtzeitschrift „Zitty“ zu lesen ist. Der Eintritt zur exklusiven Ausstrahlung der Lesung ist freiwillig und in der Höhe frei wählbar. Es gilt aber: Viel hilft viel. Alle Eintrittsgelder kommen Berliner Livekonzert-Clubs zu Gute, die Corona-bedingt geschlossen haben und derzeit um ihre Existenz kämpfen. https://www.youtube.com/watch?v=-liOAMrpZqo Die ganze Lesung gibt es HIER zu sehen Über die Spendenplattform „betterplace“ können zudem weiterhin Gelder…
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