Erste große Krautrock-Retrospektive des Brain-Labels wird veröffentlicht


von

Erstmalig wird die Geschichte des Brain-Labels, das in den 70ern viele bedeutende Krautrock-Platten herausbrachte, umfassend und retrospektiv aufgearbeitet. Am 10. März erscheint „The Brain Box – Cerebral Sounds Of Brain Records 1972-1979“ (Universal) und enthält insgesamt 8 CDs, dazu ein 76-seitiges Buch mit Infos, Fotos und Covern sowie als Gimmick eine Brain-Tragetasche.

Mark Powell sorgte für die Zusammenstellung der Lieder und schrieb auch die Liner Notes. Die deutsche Einleitung besorgte Krautrock-Fachmann Andreas Dewald, das Re-Mastering bearbeitete Grobschnitt-Musiker Eroc.

83 Songs aus 8 Jahren

Die ersten fünf CDs des Sets sind komplett den deutschen Bands dieser Zeit gewidmet, angefangen mit den Scorpions und dem Opener ihres Debütalbums „Lonesome Crow“ über die bereits oben genannten Formationen bis hin zu Gomorrha, Sameti, Yatha Sidhra, Satin Whale, RMO, Eroc, Harmonia, Schicke Führs Fröhling, Liliental oder Anyone’s Daughter mit ihrem vierteiligen Stück „Adoni“.

Eine sechste CD enthält Tracks aus den lizenzierten ausländischen Platten jener Tage, von Steamhammer, Spyro Gyra, Atomic Rooster, Alexis Korner & Snape, den Folkies von Gryphon, der holländischen Gruppe Light, Locomotiv GT aus Ungarn oder der finnischen Band Tasavallan Presidentti und dessen Gitarristen Jukka Tolonen.

Als Bonus enthalten ist die erstmalige Veröffentlichung der beiden „Brain Festival Essen“-Doppelalben von 1977 und 1978 auf CD, bei denen das Label seine Künstler exklusiv auf großer Live-Bühne und dann auf Platte präsentierte. Dabei waren Gruppen wie Novalis oder RMO ebenso wie die damals neueren Bands Gate, Message, SFF, To Be, Blonker und schließlich das Jazz Rock-Quintett Ruphus aus Norwegen, das beide Male am Ende auftrat.

Universal Music