Immergut 2013 – Willkommen in der facebookfreien Zone



So ganz einfach ist es nicht zu finden, das Festivalgelände in Neustrelitz. Wenn man aber erst einmal angekommen ist, fällt die Orientierung nicht mehr schwer. Der Zeltplatz ist, wo „Wonderwall“ von Oasis gesungen wird. Inbrünstig und quasi im Kanon werden die Neuankömmlinge am Freitag von der Feier-Vorhut empfangen. Kanon, weil, wer zu jung ist für den Strophentext, einfach den Refrain in Dauerschleife singt, was gar nicht so schlecht klingt. Vorbei am obligatorischem Soundblaster-Pavillon (Blümchen – „Bicycle“), kommt man nach ein paar hundert Metern Fußweg schließlich auf dem eigentlichen Festivalgelände an.

Und auch dort scheint die Zeit in den 90ern stehengeblieben zu sein. Am Merch-Stand basteln Besucher Masken und Postkarten, an der Zeltbühne bereiten sie selbstgemachte Limonade zu und bei den Konzerten wurde gar mitgesungen statt mitgefilmt. Der Grund: Das Immergut Festival ist in einem providerübergreifenden Funkloch gelegen und mangels Facebook oder Instagram musste (oder konnte) man sich ganz den analogen Freunden und Freuden hingeben.

Delikat waren die musikalischen Freuden am Freitag erstmals bei Honig. Der Singer-Songwriter aus dem Haldern-Pop-Clan schien die familiäre Stimmung von dort mitgebracht zu haben und bis zum letzten Ton von The Notwist, der Abschluss-Band am Samstag, blieb diese großartige Atmosphäre auch bestehen. Welche Bands sonst noch so gespielt haben und wie gut, erfahren Sie in unserer kommentierten Galerie.

🌇Bilder von "Immergut 2013 mit Efterklang, The Vaccines und Leslie Clio – die Bilder" jetzt hier ansehen