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„Sign O' The Times“ von Prince: Gespräch mit Michel Birbæk

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Neu im Plattenregal: Die Neuerscheinungen vom 23. September


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In Kooperation mit der Plattenladenwoche vom 10. bis zum 15. Oktober stellen wir hier ab sofort per Foto jede Woche ein Geschäft unseres Vertrauens vor – diesmal „Jörgs CD-Forum“, Alter Steinweg 4-5 in 48143 Münster. Alle Infos gibt es auf www.allmymusic.de/joergscdforum.

Hier eine Auswahl der Neuheiten im simfy-Player (die Songs sind ca. zwei Wochen hörbar):

Apparat – „The Devil’s Walk“ (Mute-AIP/GoodToGo)

Dreieinhalb Sterne gab’s für „The Devil’s Walk“ von Jürgen Ziemer: „Sascha Ring wurde mit seinem Projekt Apparat im Bereich der elektronischen Musik zu einer festen Größe. ‚The Devil’s Walk‘ ist nun ein Schritt mit offenen Armen Richtung Melodie und Pathos. In den besten Momenten erinnert das an den idiosynkratischen Dream Pop von Sigur Ros, auch die impressionistischen Stücke von Kevin Shields und Squarepusher vom ‚Lost In Translation‘-Soundtrack sind nicht weit. Klingt toll, Melodien und Gesang hätte es nicht unbedingt gebraucht.“ Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Zum Song „Black Water“

Balthazar – „Applause“ (PIAS/Rough Trade)

Wer sagt denn, dass die Belgier keine gute Musik machen? Neben Selah Sue ist Balthazar der zweite hörenswerte Act aus unserem Nachbarland. Nach gloreichen Auftritten auf dem Immergut Festival und als Support von dEUS kommt nun endlich ihr Debüt „Applause“. Mit dieser Platte schufen sie ein wunderbar entrücktes Indie-Pop-Album, das auf mehr hoffen lässt. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Hier geht’s zum Video von „The Boatman“

Blink-182 –  „Neighborhoods“ (Interscope/UID/Universal)

Die Spaß-Punks von Blink-182 haben sich nach acht Jahren Pause wieder zusammengerauft und beschlossen ein neues Album zu machen. Mit „Neighborhoods“ erfinden sie sich nicht neu, sondern verwerten gerade mal ihre alten Tracks wieder. Wie dem auch sei – den Fans scheint es zu gefallen und sie zwitschern munter, wie toll sie das Album doch finden. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Hier geht’s zum Song „Up All Night“

The Chakras – „Build Me A Swan“ (Planet Function/PIAS/Rough Trade)

Ein weiteres feines Debüt gibt es aus dem irischen Dublin: The Chakras veröffentlichen heute das vom Shoegaze beeinflusste „Build Me A Swan“. Dennoch sind die Geräusche klarer, die Melodien einprägsamer und schlichtweg poppiger. Vorsicht, Hype-Gefahr!

>>>> Zum Titelsong des Albums

Kevin Devine – „Between The Concrete And Clouds“ (Arctic Rodeo/Cargo)

Kevin Devine veröffentlicht heute sein sechstes Studioalbum. Der Herr mit dem göttlichen Namen ist nun schon seit Anfang der 00er Jahre mit seinem folkigen Pop unterwegs – und das auch noch recht erfolgreich. Seine neue Platte „Between The Concrete And Clouds“ ist die erste, die von einem vollständigen Bandset begleitet wird – auch wenn man ihn im Video zu „11-17“ solo fliegen sieht. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Zum Song „11-17“

The Duke Spirit – „Bruiser“ (Cooperative Music/Universal)

Die Rezension von „Bruiser“ ist bereits hier online zu finden. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

Beth Hart & Joe Bonamassa – „Don’t Explain“ (Mascot/Rough Trade)

Der Bluesrock von Beth Hart und Joe Bonamassa wurde jetzt in einem weiteren Album vereint. Dabei klingen die beiden äußerst amerikanisch, mit ausladenen Soli, Zwischenrufen wie “ Don’t you hear me talking to you, Joe!„, Orgelklängen und natürlich den obligatorischen Rasselrhymthen. Für Freunde des Genres: Eine feine und runde Sache.

>>>> Zum Song „Well Well“

Idaho – „You Were A Dick“ (Talitres/Rough Trade)

Die Meister des Slowcore sind zurück und so langsam und entspannt wie eh und je. Auf „You Were A Dick“ besticht Jeff Martin – der mittlerweile das alleinige Mitglied der Band ist – wieder mit melancholischen Texten, seiner zerbrechlichen Stimme und den wunderbar luftigen Melodien.

>>>> Hier geht’s zum Album auf Bandcamp

Jolly Goods – „Walrus“ (Staatsakt/Rough Trade)

Maik Brüggemeyer verlieh der neuen Jolly-Goods-Platte dreienhalb von fünf Sternen: „Hans Unstern und Dirk von Lowtzow haben diese wunderbare zweite Platte des Schwesternduos Jolly Goods aus Berlin produziert – Noise und Hysterie, Songs und Poesie, Scout Niblett und Sleater-Kinney.“

>>>> Hier geht’s zum Song „Winterbones“

Jens Lekman – „An Argument With Myself EP“ (Secretly Canadian/Cargo)

Jens Lekman ist wieder zurück. Nach seinem vielgefeierten Album „Night Falls Over Kortedala“ veröffentlicht er nun eine EP mit dem charmanten Titel „An Argument With Myself“. Entgegen seines scheinbaren inneren Zwiespalts haben die Songs jedoch nichts an Kohärenz verloren: Die EP versucht nicht, die Welt zu verändern oder seine Hörer in eine Avantgarde-Festung zu sperren, der man nicht entkommen kann. Ein bisschen Spaß schadet ja nie. Die EP gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Hier geht’s zum Download von „An Argument With Myself“

Rosenstolz – „Wir sind am Leben“ (inkl. Leinwand) (Limited Deluxe Edition) (Island/UDP/Universal)

Sie leben also noch! Das deutsche Pop-Duo Rosenstolz zeigt sich zwei Jahre nach ihrem letzten Album lebendig und fährt damit fort, ihren Schmusepop zu produzieren. Wem’s gefällt… Das Rad haben sie mit „Wir sind am Leben“ jedenfalls nicht neu erfunden. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Zum Song „Wir sind am Leben“

Scroobius Pip – „Distraction Pieces“ (Speech Development/AL!VE)

Der bärtige Rapper Scroobius Pip mischt seinen Hip Hop gerne mit jazzigen Beats und Loops und würzt diesen Mix dann auch gerne noch mit a Capella-Parts. Das neue Album „Distraction Pieces“ verspricht wieder ein besonderes Schmankerl des Briten zu werden.

>>>> Zum Song „Domestic Silence“

Tiger Lillies – „Circus Songs“ (Misery Guts/Cargo)

Mit „Circus Songs“ beschert uns das schräge Trio von den Tiger Lillies wieder mit einem Kabarett-Album der Extraklasse. Der schwarze Humor der Londoner schlägt sich auch in diesem Longplayer nieder – dieses Mal zum Thema Zirkus. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Hier geht’s zum Song „Circus Clown“

Twin Sister – „In Heaven“ (Domino/GoodToGo)

Twin Sister aus Watermill, New York sind westlich des großen Teichs in aller Munde, und durften unter anderem schon mit Devanda Banhart auf Tour durch den mittleren Westen der USA. Ihre funkbeseelte Musik gefällt auch uns, so hatten wir den Track „Bad Street“ auch schon im Juni als Download im Angebot. Die Single zu „Bad Street“ gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Hier geht’s zum Download von „Bad Street“

The Waterboys – „An Appointment With Mr. Yeats“ (Proper/Rough Trade)

Auch diese Review gibt’s bereits online. Zur Kritik und zur Verlosung geht es hier. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

Wilco – „The Whole Love“ (Anti/Indigo) 

„The Whole Love“ liegt uns bereits online fertig rezensiert vor. Arne Willander bezeichnet die Platte in seinem Videoblog außerdem als „Album des Jahres“.

Big Harp – „White Hat“ (Saddle Creek/Cargo)

Das Ehepaar Chris Senseney and Stefanie Drootin-Senseney macht nun schon seit drei Jahren gemeinsam Musik. Ergebnis dieses Projekts ist die folkige Blues-Kooperation Big Harp. Mit dem Debüt „White Hat“ startet die kleine Familie nun ihre musikalische Karriere. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.

>>>> Zum Song „White Hat“

Laura Marling – „A Creature I Don’t Know“ (Cooperative Music/Universal)

Die Review von Joachim Hentschel gibt es bereits online zu lesen. Hier geht’s zur Kritik von „A Creature I Don’t Know“. Das Album gibt’s bei uns im simfy-Stream.


ROLLING-STONE-Helden: Jeff Tweedy - Perfect Modern Rockstar

An einem klirrend kalten Abend im Februar 2002 gab Jeff Tweedy ein Konzert in der kleinen Tanzhalle auf St. Pauli. Nur mit Gitarre und Mundharmonika stand er da und spielte Lieder von einem Album, das noch nicht erschienen war und beinahe auch nie erschienen wäre, weil die Plattenfirma, die es bezahlt hatte, es nicht haben wollte. Sie hatten Tweedys Band Wilco aufgrund fehlenden kommerziellen Potenzials rausgeworfen, und die waren durch die Hintertür wieder rein und hatten ihr Album einer Unterabteilung derselben Firma noch mal verkauft. Wilco hatten das System überlistet, und Jeff Tweedy war der ultimative Outlaw. Auf seiner Gitarre…
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