PJ Harvey: Neue Single „Voyager“ ist erschienen
PJ Harvey meldet sich mit der Single „Voyager“ zurück – inspiriert von den NASA-Sonden und entstanden mit dem Physiker Brian Cox.
Drei Jahre nach ihrem Album „I Inside the Old Year Dying“ lässt PJ Harvey wieder neue Musik von sich hören. Die britische Musikerin hat nämlich den Track „Voyager“ veröffentlicht. Der Song erscheint über Partisan Records. Ob es dazu bald auch ein Album geben wird, ist jedoch nicht bekannt.
Aufgenommen wurde das Stück mit einem vollständigen Orchester in den Miraval Studios in der französischen Provence. Inhaltlich bezieht sich PJ Harvey auf die NASA-Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2, die 1977 ins All geschickt wurden. An Bord befand sich die von Carl Sagan initiierte „Golden Record“ – eine Sammlung von Klängen, Bildern und Botschaften von der Erde.
Perspektivwechsel: PJ Harvey schreibt aus Sicht von Voyager 2
Im Mittelpunkt des Songs steht die Vorstellung, wie die Sonde selbst auf ihre jahrzehntelange Reise durch den interstellaren Raum blicken könnte. Harvey erklärt in der Pressemitteilung zum Release, sie habe sich gefragt, was Voyager 2 den Menschen mitteilen würde, wenn sie sprechen könnte. „Ich freute mich auf die Herausforderung, ein Lied aus der Perspektive von Voyager 2 zu komponieren“, so die 56-Jährige Die Raumsonde habe sie seit Langem fasziniert. Diese Idee habe ihr schließlich den Zugang zum Song eröffnet.
Nachdem Harvey eine erste Sprachnotiz an den Physiker Brian Cox geschickt hatte, entwickelte sich das Konzept weiter. Gemeinsam mit dem Filmkomponisten Dario Marianelli arbeitete sie anschließend an einer orchestralen Fassung.
Hier den neuen Song hören und das Video dazu anschauen:
Zwischen kosmischer Weite und menschlicher Zerbrechlichkeit
Musikalisch verbindet „Voyager“ orchestrale Streicher mit elektronischen Klängen. Das Lied greift Gedanken auf, die eng mit Carl Sagans berühmter Beschreibung der Erde als „Pale Blue Dot“ verknüpft sind. PJ Harvey richtet den Blick auf die geringe Größe des Menschen im Verhältnis zum Universum und verknüpft diese Perspektive mit Fragen nach Verbundenheit, Hoffnung und Verantwortung.
Die Britin zeigt sich laut Pressemitteilung besonders zufrieden mit dem Zusammenspiel von Orchester und Songidee. Die Beschäftigung mit der Geschichte der Voyager-Missionen habe ihr große Freude bereitet. Auch das Zitat Sagans im Text sei ihr wichtig gewesen, so Harvey.