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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

The Flaming Lips Oczy Mlody


Vorbei die Zeiten der überschwänglichen Psychedelic-Pop-Hymne, vorbei aber auch die Zeiten der krachenden, niederschmetternden Expe­rimente. Die Schöpfer des offi­ziellen Rocksongs von Oklahoma gleiten nun gemächlich durch die Schwerelosigkeit.

Ihr letztes reguläres Album, „The Terror“, liegt fast vier Jahre zurück. Es war geradezu endzeitlich. Danach machten die Flaming Lips eine Menge halb garen Quatsch, der sich oft als Kunst gerierte: eine auf 50 Minuten komprimierte Version ihrer 24-Stunden-Strapaze „7 Skies H3“, eine Neuinterpretation von „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ und ein Album mit Miley Cyrus. Tolle Psychedelic-Pop-Songs, wie man sie von „Transmissions From The Satellite Heart“ (1993), „The Soft Bulletin“ (1999) und „Yoshimi Bat­tles The Pink Robots“ (2002) kannte, Hymnen an das Leben, das Universum und den ganzen Rest, flossen ihnen nicht mehr aus der Feder.

Futuristisch angehauchte Elegien

Dass es sich dabei nicht um ­eine vorübergehende Stimmungsschwankung handelte, beweist das neue Album. „Oczy Mlody“ greift nicht die alten Erfolgsrezepte auf – den Trend, der sich seit „Embryonic“ (2009) abzeichnete, setzt es allerdings auch nicht konsequent fort. Von Überschwang oder Zerschossenheit keine Spur. Zwar finden sich auf dem abermals von ­Dave Fridmann produzierten Werk wieder vermehrt zu Herzen gehende Melodien, am zugänglichsten in „Sunrise (Eyes Of The Young)“ und „The Castle“, insgesamt aber bleibt die Atmosphäre bedrückend bis allenfalls verhalten optimistisch. Die Songstrukturen sind nicht mehr so offen und komplex, von wuchtigen Lärmkaskaden nimmt man Abstand. Stattdessen konzentriert sich die Formation um Sänger ­Wayne Coyne auf synthetische, futuristisch angehauchte Elegien.

Kooperation

So einfallsreich und kapriziös sie im Detail daherkommen, so gleichförmig und reserviert klingt das große, schlierige Ganze. „Oczy Mlody“ wirkt ein wenig unentschlossen, aber bei dieser grillenhaften Truppe sollte man den Mittelweg nie mit Stangenware verwechseln. (Bella Union/PIAS)


Hasen, Hits und Hühner-Erzeugnisse: 10 Pop-Ostereier

Die folgende Liste legt erstaunliche Erkenntnisse ins Osterkörbchen. Denn wenn das fünfte Stück Rübli-Torte bereits an seiner Wiederauferstehung arbeitet (wegen: speiübli) und man zur gastralen Ablenkung schon darüber sinniert, warum der Osterhase in der Öffentlichkeit denn immer noch diese unförmigen Latzhosen anstatt der logischen Karottenjeans trägt, dann ist es an der Zeit für ein paar popmusikalische Überraschungseier: 1. Pilzkopf mit Eierkopf-Lyrics Paul McCartney hatte die Melodie zu „Yesterday“ zunächst mit Dummy-Lyrics ausgestattet, unter dem Arbeitstitel „Scrambled Eggs“; und auch der „egg man“ (jetzt bloß nicht an die gehörgangparasitäre Nummer von Klaus & Klaus denken...klingelingeling!) findet im Beatles-Klassiker „I Am The…
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