Sun Records wird 60: Sam Phillips im Interview



Was in den Fünfzigern und frühen Sechzigern den Briten die Abbey Road Studios zu London waren, leisteten Memphis die Sun Studios. Größen wie Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Elvis, damals noch klein, gaben sich in den Studios von Sun Records die Klinke in die Hand und prägten ein neues Musikgenre, den Rockabilly. Ein kleines Wunder – denn im Gegensatz zu den Legenden von der Abbey Road stand hinter den Sun Studios kein Plattenkonzern, sondern lediglich Selfmade-Tontechniker und Labelgründer Sam Phillips.

Sam Phillips, bis dahin nur als Studienabbrecher und Radiomoderator in Erscheinung getreten, bewies bereits in den ersten Jahren nach Gründung des Labels enormes Gespür für Trends und Talente. 1953 nahm ein gewisser „Elvis Presley“, damals noch Mechaniker und LKW-Fahrer, zunächst auf eigene Kosten in den Sun Studios auf. Im Juni 1954 bereits wurde für Sun Records die erste kommerzielle Elvis-Single (That’s All Right / Blue Moon Of Kentucky) auf Vinyl gepresst. Bis Ende 1956 sollten noch wohlklingende Namen wie Johnny Cash, Roy Orbison und Jerry Lee Lewis in ihren Platz in der Sun-Records-Familie finden.

Zwar verließen Presley und später auch Cash Sun Records noch in den Fünfziger Jahren, um lukrative Angebote größerer Plattenfirmen anzunehmen. Mit der Geburt dieser Künstler und auch des Genres Rockabilly, dem Mix aus schwarzem R&B und weißem Country, bleibt das Label aber untrennbar verbunden. Hierfür verdiente sich Sun-Records-Macher Sam Phillips folgerichtig im Jahr 1991 auch den Lebenswerk-Grammy.

Zu Ehren des Entdeckers Sam Phillips und zum sechzigjährigen Jubiläum des Labels Sun Records haben wir „DAS ARCHIV – Rewind“ durchstöbert und unser Interview

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