Wann bricht Fahri Yardım sein Schweigen zu Ulmen?

Die „Jerks“-Kolleginnen Pheline Roggan und Emily Cox zeigen Solidarität mit Collien Fernandes.

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Die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen werfen auch ein neues Licht auf die gemeinsame Arbeit an der Serie „Jerks“. Über fünf Staffeln hinweg standen zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler gemeinsam vor der Kamera. Nun gibt es erste Statements vom Cast: Pheline Roggan und Emily Cox haben sich via Instagram klar positioniert – und stellen sich öffentlich an die Seite von Fernandes. Einer schweigt bislang: Fahri Yardım, der als Ulmens enger Serienpartner über Jahre eine zentrale Rolle in „Jerks“ spielte und auch Werbe-Deals mit ihm hatte.

Klare Worte von Roggan und Cox

Pheline Roggan, die in der Serie die Partnerin von Yardıms Figur spielte, richtete sich in einem Instagram-Kommentar direkt an Fernandes: „Liebe Collien, es tut mir so wahnsinnig leid, was dir angetan wurde! Und ich bewundere dich dafür, dass du den Mut und die Kraft hast, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, damit die Scham endlich die Seiten wechselt.“

Der letzte Satz ist eine deutliche Anspielung auf den Fall Gisèle Pelicot, deren Aussage „Die Scham muss die Seite wechseln“ international zum Symbol im Kampf gegen sexualisierte Gewalt wurde. Kurz darauf meldete sich auch Emily Cox zu Wort. Sie spielte in „Jerks“ die Freundin von Christian Ulmen. In ihrer Instagram-Story schrieb die Schauspielerin: „Liebe Collien, ich bewundere deinen Mut, deine Klarheit, deine Kraft – ich bewundere dich. Ich umarme dich! Emily.“

Warum schweigt Fahri Yardım?

Ein Statement von Fahri Yardım bleibt indes bisher aus. Dass er sich bislang nicht äußert, könnte mehrere Gründe haben. Möglicherweise wägt er aufgrund der juristischen Brisanz des Falls oder der persönlichen Nähe zu beiden Seiten ab. Oder er hat sich schlicht entschieden, sich derzeit nicht öffentlich positionieren zu wollen. Unter seinem letzten Instagram-Post von Mitte Februar häufen sich dennoch Nachfragen und Kommentare, die ihm die Pistole auf die Brust setzen. Dort ist beispielsweise zu lesen: „Du kannst der ganzen Welt einen Gefallen tun und der erste Mann sein, der sich gegen seinen Homie und dessen Gewalt gerade macht. Wann Stellungnahme?“

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Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie groß der Druck auf Beteiligte wird, Haltung zu zeigen – insbesondere, wenn sie über Jahre Teil eines Projekts waren, das so stark mit den beteiligten Personen verknüpft ist. Für Christian Ulmen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Kristina Baum schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.