Alles, was wir über Olivia Rodrigos neues Album wissen

Bevor der Pink Moon aufgeht, haben wir alle Details zum heiß erwarteten Nachfolger von „Guts“ zusammengetragen.

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Im August 2025, als Olivia Rodrigo ihre „Guts“-Welttournee beendete, schickte sie ihren Fans – den sogenannten Livies – eine E-Mail. „I’m sooooo excited for all that’s y3t to come!!!!“ schrieb sie. Wir Livies wussten sofort: Das war kein Tippfehler. „OR3“, Rodrigos drittes Studioalbum, ist offiziell in Arbeit.

Bis zum Jahresende streute Rodrigo weiter Hinweise auf das neue Album, den Nachfolger des 2023er-Werks „Guts“. Im Herbst spielte sie in Interviews immer wieder auf ihr nächstes Kapitel an, erklärte, 2026 werde ein „beschäftigtes Jahr“ für sie, und bestätigte, dass sie bereits an neuen Songs arbeite. Sie genieße es, sich in „neue Songs und neue Sounds“ hineinzugraben, hieß es – und ein Instagram-Post zeigte sie im Studio.

Dann, im Januar, startete Rodrigo das neue Jahr mit einem rätselhaften Foto eines Golfcarts, auf dem die Worte „the album“ zu lesen waren. Dass Rodrigo eine Schwäche für vierstellige Albumtitel hat – wie „Guts“ und davor „Sour“ –, ist bekannt. Fans spekulierten auf alles von „Golf“ bis „Luck“ als möglichen Albumnamen. Bevor eine offizielle Ankündigung kommt, haben wir alles zusammengetragen, was wir über OR3 wissen. Schlechte Idee? Von wegen.

Die lila Ära ist vorbei

Für „Sour“ und „Guts“ war Rodrigos Farbschema lila – doch für OR3 scheint sie die Palette zu wechseln. Fans bemerkten das sofort im August 2025, als sie beim Osheaga Festival in Montreal ihr letztes Konzert der „Guts“-Welttournee spielte: ein rotes Shirt mit einer glitzernden „3“ vorne drauf, danach wechselten auch ihre Website und ihr Schmetterlings-Logo zur selben Farbe.

Im März 2026 änderte sich Rodrigos Website erneut – diesmal zu einem verspielten Hellrosa mit verschnörkelter Schrift und dem Wort „Love“. Dieselbe Schrift tauchte bald auf Wänden in Großstädten auf, in einem rosigen Lavendel. Und als Rodrigo bei der „Vanity Fair“-Oscarparty 2026 erschien, trug sie ein rosafarbenes Saint-Laurent-Kleid. Wenn man es nüchtern betrachtet: Die lila Ära ist Geschichte.

Liv und der Pink Moon

Im März 2026 aktualisierte Rodrigo ihre Hotline mit einer automatischen Nachricht zu Ehren des letzten Tags der Fischezeit – ihrem astrologischen Zeichen. „If you are hearing this on the last day of Pisces season, March 20th, this message was meant for you“, hieß es darin. „Take what resonates and leave what does not. Waiting for your destiny may feel like watching paint dry, but your patience will be rewarded soon. You may think you have all the answers, but the universe has more to share. The writing is on the wall, but the first message may not paint the full picture.“

Den Abschluss bildete ein Hinweis auf den bevorstehenden Pink Moon am 2. April. „Trust your intuition. Expect true clarity and renewal just after the pink moon. Until then, follow the stars, your guides, and your heart, knowing that the best is yet to come.“ Wer genau liest, merkt: „Just after the pink moon“ ist der 3. April – ein Freitag, und Freitage sind bekanntlich der bevorzugte Veröffentlichungstag der Musikindustrie.

Rodrigo hat den Pink Moon womöglich erwähnt, weil sie bekennende Astrologiefan ist. Oder weil sie ihre Musikgeschichte kennt und Nick Drake verehrt. Der englische Singer-Songwriter veröffentlichte 1972 sein drittes und letztes Album „Pink Moon“ – zwei Jahre vor seinem Tod in der Bedeutungslosigkeit. Jahrzehnte später gewann er eine Kultanhängerschaft, besonders bei jüngeren Generationen, und seine introspektiven, zart strahlenden Kleinode sind genau die Art von Musik, die Rodrigo schätzen würde. „Saw it written, and I saw it say / Pink moon is on its way“, sang Drake. Hoffen wir, dass er recht behält.

„Sad Love Songs“ auf OR3

In einem Interview mit der „British Vogue“ im März 2026 verriet Rodrigo, dass das neue Album „sad love songs“ enthalte, und deutete eine Sehnsucht im Material an. „I realized all my favorite romantic love songs were beautiful because they had a tinge of fear or yearning in them“, sagte sie. Rodrigo hat das in ihrer eigenen Musik immer meisterhaft beherrscht – man denke an „Happier“ von „Sour“ oder „Pretty Isn’t Pretty“ von „Guts“ –, sodass OR3 wohl einige davon bereithalten wird.

Reunion mit Produzent Dan Nigro

Letzten Monat postete Nigro ein Instagram-Foto von sich und Rodrigo auf einem Sofa, mit dem Kommentar „Finishing records“. Rodrigo antwortete humorvoll: „the palpable stress in this photo hahahha“ – ein klarer Hinweis, dass sie gemeinsam am neuen Album gearbeitet haben. Nigro, der auch Chappell Roan produziert, war bereits für „Sour“ und „Guts“ verantwortlich, insofern überrascht seine Rückkehr für OR3 niemanden.

Angie Martoccio schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil