Bruce Springsteen und die E Street Band covern „Clampdown“ von The Clash – erstmals seit 2014

Springsteen und Tom Morello teilten sich den Leadgesang – und ließen die Zeile „in these days of evil presidents“ besonders wuchtig wirken.

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Bruce Springsteen und die E Street Band machten am Dienstagabend mit ihrer politisch aufgeladenen Land-of-Hope-and-Dreams-Tour Station im Kia Forum in L.A. Vier Songs in die Show hinein überraschten sie das Publikum mit einer echten Rarität: Zum ersten Mal seit zwölf Jahren holten sie „Clampdown“ von The Clash aus der Schublade.

Alle sechs früheren Versionen von „Clampdown“ entstanden im April und Mai 2014, als Tom Morello die E Street Band vertrat – Steve Van Zandt drehte damals die TV-Serie „Lilyhammer“. Morello ist derzeit wieder auf Tour mit der Band, und er teilte sich den Leadgesang mit Springsteen, während sie gemeinsam durch den Clash-Klassiker von 1979 fegten. Als Springsteen die Zeile „in these days of evil presidents“ sang, setzte die Musik kurz aus – damit jedes einzelne Wort seine volle Wucht entfalten konnte.

Das „Clampdown“-Cover war die einzige Abweichung vom Setlist der vorangegangenen Show in Portland, Oregon. Beim Auftaktabend in Minneapolis hatten sie lediglich mit einem Cover von „Purple Rain“ als Hommage an Prince variiert.

Springsteens Clash-Repertoire

Der einzige andere Clash-Song in Springsteens Live-Repertoire ist „London Calling“. Er spielte ihn bei den Grammys 2003 gemeinsam mit Dave Grohl, Elvis Costello, Steve Van Zandt, Pete Thomas und Tony Kanal als Tribut an Joe Strummer – und dann noch dreimal im Jahr 2009.

„Clampdown“ fand seinen Weg ins Set während der legendären „Stump The Band“-Phase 2014, in der Springsteen Songanfragen von Schildern aus dem Publikum zog und mit überraschenden Covers wie „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees, „Jump“ von Van Halen oder sogar „Royals“ von Lorde aufwartete.

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Mit seiner Springsteen-on-Broadway-Residency 2017 setzte Springsteen fortan auf straffere Sets, die eine thematische Geschichte durch seinen Songkatalog erzählen. Die Letter-to-You-Tour 2023/24 kreiste um Sterblichkeit, den Verlust von Freunden und die Frage, was wir mit der verbleibenden Zeit anfangen. Die laufende Land-of-Hope-and-Dreams-Tour ist eine wütende Reaktion auf die Trump-Administration – ausgelöst durch den Tod von Renée Good und Alex Pretti durch ICE-Beamte.

Tour endet in Washington

Die Tour geht am 9. April mit einer zweiten Show im Kia Forum weiter und endet am 27. Mai im National Park in Washington, D.C. Es ist der einzige Stadionauftritt der gesamten Tournee – und wird wohl ein Abend für die Ewigkeit.

Andy Greene schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil