Oasis – Anekdoten ohne Ende: eine Erfolgs-Chronik

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Zu den ganz großen Momenten im Leben des Pop-Chronisten zählt der Augenblick, als er die numerierte Cassette aus dem Kuvert zog – Inhalt: Oasis, „Be Here Now“. Zuvor hatte er ein feierliches Schweigegelübde abgelegt und einen Kontrakt unterzeichnet, der ihn zur Geheimhaltung verpflichtete. Bettelnde Kollegen beschied er mit souveränem Lächeln. Also, lieber Leser: kein Wort über „Be Here Now“! Die ganze Wahrheit lesen Sie bei Wolfgang Noeling auf Seite 87.

Hier hingegen nur der Hinweis auf eines der besten Bücher über die Bande: „Getting High – The Adventures Of Oasis“ von Paolo Hewitt, das jetzt in deutscher Übersetzung mit dem überraschenden Titel „Die Arroganz der Gosse“ im Hannibal-Verlag erschienen ist. Hewitt war – wie Noel gern bestätigt – überall dabei. Noch nicht bei der Geburt der Brüder, gewiß, aber da behilft er sich mit Journalistenpoesie.

Der Augenzeuge zur Zeit von „Morning Glory?“ beliefert uns mit unsterblichen Anekdoten: wie Noel den Bruder und andere Störer aus der Wohnung weist und gewärtigt, daß nur noch zwei drogenfreie Menschen da sind („Fucking hell, even more for me“); wie Liam betrunken wettet, er könne auf der Bühne den Text von „Rockin‘ Chair“ memorieren („I’m older than I wish to be/ This town holds… nah, nah na…“); wie Liam das Flugzeug verpaßt und Noel die Abwesenheit von „dickhead“ zur Marginalie erklärt (“ We don’t need a singer anyway. I sing them all“). Und weshalb Noel damals leider keine Badewanne hatte: „Because the bathroom is too fukking small.“ Wie immer bei Oasis lernt man hier etwas vom und fürs Leben.

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