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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Albumcharts: Deutscher Heavy-Metal von Accept auf der Eins, Affenbande schnappt sich Bronze

Manchmal muss man auf den Erfolg länger warten und braucht noch dazu einen Neuanfang, um ihn durchzusetzen: Mehr als 30 Jahre nach ihrer Gründung erreicht die deutsche Hardrock-Band Accept mit ihrem inzwischen 14. Studioalbum „Blind Rage“ tatsächlich den ersten Platz in den deutschen Albumcharts (nach insgesamt vier Top-10-Platzierungen in den letzten Jahrzehnten). 2009 hatten sich die Solinger reformiert und mit Mark Tornillo einen neuen Sänger integriert. Was bei vielen anderen Bands in sanfteren Rockgewässern schief geht, scheint im Heavy-Metal wohl zu funktionieren.

In dieser Woche schaffen es insgesamt nur zwei neue Alben in die Top 10. Anscheinend haben die Charts-Hörer weiterhin Lust, mit dem Sommergedudel der letzten Wochen (also natürlich auch mit Helene Fischer, die ihr Farbenspiel auf der Zwei anrührt) den Frühherbstblues zu besiegen und befördern nur wenig Frischware auf die vorderen Plätze. Den Bronzerang schnappt sich die „Affenbande“ von Apecrime – und kann so gleich mit ihrem Debütalbum punkten. Comedy-Songs wie „Swing Dein Ding“ hatten bereits vor einiger Zeit bei YouTube Karriere gemacht.

Und auch auf Position fünf gibt es Spaß für die Ohren: Die Fun-Metaller J.B.O. wandeln mit ihrer LP „Nur die Besten werden alt“ das gute alte Rockstar-Bonmot „Nur die Besten sterben jung“ in zeitgeistige Selbstoptimierungshymnen um. Ansonsten gibt es unter den 50 erfolgreichsten Alben in Good Ol‘ Germany vor allem viele deutsche Neueinsteiger – mit beträchtlichem Schlageranteil.  Die Hamburger Punkrock-Band Montreal leistet dagegen etwas Widerstand und hangelt sich mit „Sonic Ballroom“ auf Rang 62 vor.

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