Reeper Bahn Festival: pop’n’politics: präsentiert vom Rolling Stone
mehr erfahren



Spezial-Abo

Freiwillige Filmkontrolle


Bo Diddley

Bo Diddleys Kompositionen sind für ihren eigenwilligen Rhythmus berühmt, der als „Bo Diddley Beat“ bezeichnet wird. Der synkopische 4/4-Beat ist besonders markant in Songs wie „Bo Diddley“, aber auch in vielen anderen Songs wie „How Soon Is Now?“ von The Smiths und „Magic Bus“ von The Who zu hören. Damit schuf Bo Diddley einen wesentlichen Grundstein des Rock’n’Roll, was ihn zu einem Pionier dieses Genres macht. Er verstarb 2008 an Herzversagen.

Unter dem Namen Ellas Otha Bates wurde Bo Diddley 1928 in McComb, Mississippi, geboren. Er wuchs bei der Cousine seiner Mutter auf und lernte früh, Geige und Gitarre zu spielen. Gegen Ende seiner Schulzeit gründete er seine erste Band The Hipsters und trat mit dieser regelmäßig auf der Straße auf. Im Lauf der Zeit wurde er zunehmend populär, weshalb er im 708 Club in Chicago spielen durfte, wo Bo Diddley aufgrund seines leistungsstarken Verstärkers, seines außergewöhnlichen Stils und seiner selbstgebauten, ungewöhnlichen Gitarre beträchtliches Aufsehen erregte. Mit „Bo Diddley“ und „I’m A Man“ veröffentlichte er seine ersten Songs.

Da er zuvor als Mechaniker gearbeitet hatte, fertigte Bo Diddley ab 1958 seine Gitarren selbst an und schuf mit seiner legendären rechteckigen Gitarre eine eigene Form. 1963 war er auf Großbritannien-Tournee mit den Everly Borthers und Little Richard, bei der die Rolling Stones als Vorgruppe spielten. Nebenher schrieb er unter seinem bürgerlichen Namen aber auch Songs, die dann von Künstlern wie den Troggs und den Rolling Stones gespielt wurden.

Ab Ende der 1960er-Jahre geriet Bo Diddley zunehmend ins musikalische Abseits, veröffentlichte aber weiterhin Alben. 1987 wurde er in die Rock and Roll und Rockabilly Hall of Fame sowie 2004 in die Blues Hall of Fame aufgenommen. Am 13. Mai 2007 erlitt er nach einem Konzert in Council Bluffs, Iowa, einen Schlaganfall, der sein Sprachzentrum stark schädigte. Am 02.06.2008 starb er an Herzversagen in seinem Haus in Florida im Alter von 79 Jahren.

Bo Diddley haben wir außerdem gefunden in:

30.03.2021:  Zehn bedeutende Alben aus Eric Claptons überaus produktivem Schaffen in über 50 Jahren, mit und ohne Bands. in Die zehn besten Alben von Eric Clapton

16.09.2020:  ROLLING STONE hat die einflussreichsten und legendärsten Musikproduzenten aller Zeiten aufgelistet und erklärt, wie sie die Musikwelt verändert haben. in Die besten Musikproduzenten: Diese Studio-Magier muss man kennen

09.07.2020:  Die komplette Liste der besten Debütsingles aller Zeiten, gewählt vom amerikanischen ROLLING STONE. Eine Sammlung aus mehreren Jahrzehnten Pophistorie. in Die 100 besten Debütsingles aller Zeiten: Die komplette Liste

Reviews zu Bo Diddley


  • Bo Diddley - Have Guitar Will Travel

    Ein Steinbruch, der im fernen London gerne frequentiert wurde und mit „Cops And Robbers“ und „Mona“ gleich zwei Brocken abwarf, die dort im jugendlichen Überschwang 1963 auf kleine Bühnen gerollt und mit fiebrigem Ernst bearbeitet wurden, vier Jahre davor markierte Bo Diddleys dritte LP den Punkt, an dem seine Karriere zu kippen begann, vom Rhythm […]



The Rolling Stones: Making of „Let It Bleed“

Zwei ihrer größten Alben – "Beggar’s Banquet" und "Let It Bleed" – spiegeln eine Phase ihrer Karriere wieder, die von Konfusion, aber auch kreativem Aufbruch bestimmt war. Die Stones nahmen beide Alben zwischen 1968 und 1969 auf, verloren in dieser Zeit einen Gitarristen (Brian Jones), engagierten einen neuen (Mick Taylor), filmten den "Rolling Stones Rock And Roll Circus", tourten in den USA und gaben außergewöhnliche Konzerte in London (Hyde Park) und außerhalb von San Francisco (Altamont). Und sie waren damit beschäftigt, die sich überschlagenden Ereignisse der 60er Jahre selbst zu verarbeiten. Insofern konnte es nicht überraschen, dass "Let It Bleed"…
Weiterlesen
Zur Startseite