Beigelegt: CD „New Noises – Vol. 110“


von

New Noises
New Noises Vol. 110

01. Eugene McGuinness ist kein Unbekannter – schon 2007 veröffentlichte der smarte Brite, nach einer abgeschlossenen Ausbildung an Paul McCartneys Talentschmiede L.I.P.A. in Liverpool,  seine erste EP „The Early Learning Of Eugene McGuinness“. Nach seinem hochgelobten Debüt 2008 und einem Ausflug in das musikalische Projekt Eugene + The Lizards wurde es still um den talentierten jungen Mann. Mit seinem energiegeladenen Song „Shotgun“ beweist McGuinness uns nun, dass sich das Warten gelohnt hat und erfreut uns mit seinem neuen Album „Invitation To The Voyage“.  Dieser Einladung folgen wir gerne.

02. In unserem großen Hurricane/Southside-Vorbericht spricht Sängerin Shirley Manson bereits über das neue Garbage-Album „Not Your Kind Of People“. Fans der Band mussten sieben lange Jahre auf neues Material warten. „Es ist aufregend und angsteinflößend zugleich“, sagt Manson über die Perspektive, die neuen Songs live zu präsentieren. Wir freuen uns bereits auf das kommende Bühnencomeback und stimmen uns mit dem brandneuen Song  „Blood For Poppies“ auf der „New Noises“-CD ein.

03. Nancy-Sinatra-Nostalgie, James-Bond-Dramatik und eine große Portion moderne Weiblichkeit treffen bei der britischen Songschreiberin Gemma Ray aufeinander. Überraschend anders und mysteriöser als die konstruierten Retro-Frauen in den Pop-Charts klingt die Wahlberlinerin, und ungeschlagen bleibt ihre Mischung aus Bangles-Pop und Psychedelic Folk. Bei uns gibt es schon einmal „Runaway“, die erste Single des neuen Albums „Island Fire“, zu hören.

04. Nebenprojekte-Wochen bei Depeche Mode: Nachdem Keyboarder und Gitarrist Martin Gore mit Vince Clarke (Erasure) gerade ein Techno-Album aufgenommen hat, ist jetzt Dave Gahan an der Reihe. Gahan hat auf dem vierten Soulsavers-Werk Mark Lanegan ersetzt und „The Light The Dead See“ mit seiner unverwechselbaren Stimme entscheidend geprägt. Die Aufnahmen sollen relativ spontan abgelaufen sein, Gahan war auch am Songwriting beteiligt. Dementsprechend klingt die erste Single, „Longest Day“, natürlich auch ein bisschen nach Depeche Mode – und sehr gut, wie wir finden.

05. Here We Go Magic hatten keinen guten Startplatz beim Glastonbury – frühmorgens spielten sie verkatert für ein undankbares Publikum. „Nur zwei Verrückte tanzten – Thom Yorke und Nigel Godrich!“, freut sich Sänger Luke Temple. Seitdem ist Yorke Fan und Godrich Produzent. Im Video zu „Make Up Your Mind“ terrorisiert Temple unschuldige Models mit seiner Zauberkraft – uns bringt er zum Tanzen.

06. Nach ihrem gefeierten Debüt „Hearts On Hold“ 2010 legen Tu Fawning aus der Musikstadt Portland, Oregon nun endlich den Nachfolger „A Monument“ nach. Die Stimmung der Band um Sängerin Corrina Repp und Songwriter Joe Haege scheint sich seit ihrem Debüt etwas erhellt zu haben – Synthesizer-Spielereien standen bei den Aufnahmen an der Tagesordnung. Die Instrumentierung ist luftiger, die Melodien gefälliger. Dennoch haben Tu Fawning das morbide Bar-Flair, das ihre Songs auszeichnet, nicht verloren. „Anchor“ ist der beste Beweis dafür.

07. Das Piano steht auch auf  Amanda Rogers‚ siebtem Album, „Hope From The Forgotten Woods“, absolut im Vordergrund – schließlich absolvierte die Sängerin eine klassische Klavierausbildung. Seit ihrem 13. Lebensjahr macht die New Yorkerin Musik, unter anderem mit der Band Jupiter Sunrise. Im Vorprogramm diverser Hardcore- Bands brachte Rogers die harten Jungs zum Schweigen und verzaubert nun mit ihrem Song „The Best Things In Life Aren’t Things To A Fugitive“.

08. Pulp, Robbie Williams, Nancy Sinatra – mit dem Briten Richard Hawley wollten schon viele zusammenarbeiten. Doch von den großen Namen sollte sich niemand in die Irre führen lassen: Hawleys neues Album „Standing At The Sky’s Edge“ kommt ohne Streicher aus und erinnert eher an epische Neil-Young-Kompositionen als an radiotaugliche Pop-Hits. Richard Hawley selbst sagt dazu: „Ich wollte unbedingt weg von dieser Orchestrierung der bisherigen Alben und einfach eine Live-Scheibe einspielen mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Raketengetöse!“ Es ist ihm geglückt: Das beste Beispiel dafür ist der dröhnende Titelsong, in dem ein weiter, düsterer Echo-Raum ausgelotet und zu Hawleys rauen Gitarrenklängen durchflogen wird.

Rolling Stone