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Boxlegende Muhammad Ali mit 74 Jahren gestorben

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Boxlegende Muhammad Ali mit 74 Jahren gestorben

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Er war die größte Ikone des Boxens – und im Sport vielleicht das größte Vorbild überhaupt: Muhammad Ali ist tot. Der frühere Schwergewichtsweltmeister starb, nach Angaben seiner Familie, im Alter von 74 Jahren in Phoenix, Arizona.

Auch Alis Sprecher Bob Gunnell bestätigte den Tod, auf Twitter. Muhammad Ali, bürgerlich Cassius Marcellus Clay Jr, litt seit Jahren an Parkinson. Am Donnerstag musste er wegen Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ali war der einzige US-Boxer, der den Schwergewichtstitel dreimal gewinnen konnte. 1999 wurde er vom Internationalen Olympischen Komitee zum “Sportler des Jahrhunderts” gewählt.

Ali am 8.April 2016
Ali am 8.April 2016

Auch als politischer Mensch war Muhammad Ali eine Ikone. Er lehnte den Vietnamkrieg ab (und traf Mitte der 1960er-Jahre Elvis und die Beatles). Weil er sich weigerte den Wehrdienst anzutreten, wurde ihm im April 1967 der Weltmeistertitel aberkannt.

Ali begründete seine Entscheidung mit den ebenso einfachen wie zutreffenden Worten: “No Viet Cong ever called me a Nigger.” Und dann: “Ich werde diese Leute nicht erschießen. Dann bringt mich halt in den Knast!” Warum, sagte er, gegen den Vietcong kämpfen – wenn die amerikanische Gesellschaft sich nicht mal für die Rechte der Schwarzen in den USA einsetze? Muhammad Ali wurde zum Vorkämpfer der Afro-Amerikaner.

In den 1960er Jahren legte Cassius Clay seinen „Sklavennamen“ ab – Muhammad Ali wurde geboren. Er bekannte sich 1975 zum sunnitischen Islam.

Sein großes Comeback feierte Ali beim “Rumble In The Jungle” 1974 in Kinshasa (heute Demokratische Republik Kongo). Gegen den amtierenden Champ George Foreman holte Ali gegen jede Wahrscheinlichkeit seinen Titel zurück – er ließ ihn müde boxen und stach dann zu, “float like a butterfly, sting like a bee”. Auch das hatte Ali, der sich stets als “der Größte” bezeichnet hatte, vorab angekündigt. Die Doku “When We Were Kings” würdigte das Box-Spektakel 1996.

Im Herbst 1980 wollte Ali zum vierten Mal Weltmeister werden, nun gegen Larry Holmes, er verlor. Seinen letzten Fight hatte er am 11. Dezember 1981 gegen Trevor Brick. Ali, damals 39, litt da bereits an Parkinson – und verlor erneut klar nach Punkten.

Bei einer Lesung in Harvard 1975 fragten ihn seine Studenten, ob er ein Gedicht improvisieren könnte. Muhammad Ali antwortete ohne zu zögern: “Me? Whee!”

Alle Menschen, so die Botschaft, sind gleich.

Charley Gallay Getty Images for Celebrity Fight Night
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