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Coldplay, Bruce Springsteen, Fleetwood Mac – Die Alben der Woche vom 04. Dezember

Album der Woche

Coldplay  – „A Head Full Of Dreams“ 

Clubstampfer: Die Briten um Chris Martin machen in gute Laune

Die Herausforderungen werden rar, wenn man als Musiker alles erreicht hat. Coldplay-Sänger Chris Martin erzählte Anfang 2015, dass er noch einen „perfekten, fröhlichen Pop-song“ schreiben wolle, „wie Pharrell“, denn das sei ihm bisher nicht gelungen. Der Nachfolger des durch die Trennung von Gwyneth Paltrow melancholisch eingefärbten „Ghost Stories“ steht tatsächlich ganz im Zeichen guter Laune. Die Songtitel sprechen Bände: „Amazing Day“, „Hymn For The Weekend“, „Up&Up“ oder einfach „Fun“.

A-Head-Full-Of-Dreams_ColdplayMusikalisch bedeutet die neue Lebensfreude vor allem, dass die elektronischen Elemente von „Ghost Stories“, die Beats aus dem Alleinunterhalter-Keyboard und die EDM-Ausflüge von Songs wie „Midnight“ sich hier zu Clubstampfern auswachsen dürfen. Im hochtourigen House-Entwurf des Titelstücks überschlagen sich „Woo hoo“- und „Hey, yeah“-Chöre zu Viervierteltakt, die erste Single, „Adventure Of A Lifetime“, sucht mit Disco-Gitarrenlicks die französische Leichtigkeit von Phoenix oder Daft Punk. Bizarr wird es, wenn Coldplay sich an einem zeitgenössischen Party-Banger versuchen: „Hymn For The Weekend“ wird von Gastsängerin Beyoncé angemessen sinnfrei mit den Worten „Drink from me/ Then we’ll shoot across the sky/ Symphony“ eröffnet, bevor sich der aufpolierte Mainstream-R&B vier Minuten lang mit hymnischem Coldplay-Pathos beißen darf. Danach wirkt der bewährt seichte Softrock von „Army Of One“, „Amazing Day“ und „Up&Up“ erholsam und geradezu altersweise.

Im Gesamteindruck entspricht „A Head Full Of Dreams“ der Stimmung eines Menschen, der über eine Trennung hinwegzukommen versucht, indem er Nacht für Nacht die Tanzflächen stürmt: mal euphorisch, mal gezwungen und meistens peinlich, weil man ihm den überbordenden Optimismus nicht ganz abnimmt. In „Everglow“, dem einzigen traurigen Stück, singt ausgerechnet Martins Exfrau die zweite Stimme. „Es war einfach eine freundschaftliche Geste“, erklärt er. Klar, Mann. Zeit, nach Hause zu gehen.

(Fabian Peltsch, ROLLING STONE 01/2016)

Weitere Veröffentlichungen in dieser Woche:

Bruce Springsteen veröffentlicht mit „The Ties That Bind: The River Collection“ alle Songs, die im Zuge der „The River“-Sessions entstanden sind – mit insgesamt 22 bisher nicht gehörten Stücken. „Tusk“ von Fleetwood Mac erscheint an diesem Freitag ebenfalls – als Re-Issue und in verschiedenen Box-Set-Editionen und Live-Aufnahmen und Outtakes aus dem Archiv. Überhaupt ist das Ende des Jahres die Zeit für Box-Sets und Re-Issues: Rammstein versammeln ihr Gesamtwerk zum ersten Mal auf Vinyl, Ton Steine Scherben ebenso und auch von Roy Orbison erscheint mit „One oft he Lonely Ones“ eine Re-Master-Platte.

Klicken Sie sich durch unsere Alben der Woche vom 04. Dezember:



Bruce Springsteen veröffentlicht Live-Album für Corona-Hilfszweck

Zu den fleißigsten Künstlern während der Coronakrise gehört Bruce Springsteen. Nach einem Take-Over des US-Radiosenders SiriusXM, seiner Teilnahme bei den beiden Benefiz-Konzerten „Jersey 4 Jersey“ und „Earth Day 2020“ sowie der Ausstrahlung seines Konzertfilm „Live in Hyde Park“, meldet sich Springsteen nun wieder: Diesmal mit der Veröffentlichung eines neuen Live-Albums. Der gesamte Erlös geht dem „New Jersey Pandemic Relief Fund“ zu Gute. Das Live-Album wurde während Springsteens „River Tour“ in East Rutherford in seinem Heimatstaat New Jersey am 9. Juli 1981 aufgenommen. Die Show war das Finale einer sechstägigen Residenz von Springsteen und der E Street Band zur Feier der…
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