Collien Fernandes zu Kölner Demo: „Es reicht“

„Es ist hart! Unendlich hart! Ich bin bei Euch“, lässt Fernandes die Demo-Teilnehmer:innen wissen.

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Collien Fernandes teilte in den sozialen Medien einen Rückblick auf die Demonstration in Hamburg vom 26.3.2026 sowie auf jene in Kassel vom selben Tag – und wandte sich auch an die Demonstrant:innen der kommenden Protestveranstaltung in Köln.

„Es reicht! Es reicht! Es reicht!“, schreibt Fernandes zu Bildern der Demos. „Ich verstehe mittlerweile immer besser, wie es zu diesem riesigen Dunkelfeld kommen kann und warum rund 95 % der Taten nicht zur Anzeige gebracht werden. Der Psychoterror geht weiter! Ich bin in Gedanken bei all den Frauen, die sich noch nicht getraut haben, aufzubegehren! Es ist hart! Unendlich hart! Ich bin bei Euch! Auch wenn uns manchmal die Stimme weg bleibt, so wie mir heute, lasst uns laut bleiben! Zum Beispiel bei der Demo morgen um 13:00 Uhr am Rudolfplatz in Köln!“

Demo in Köln: „Sexuelle und digitale Gewalt stoppen!“

Am Samstag (28. März) findet in Köln unter dem Motto „Sexuelle und digitale Gewalt stoppen!“ eine Demo statt. Organisiert von der Feminist Law Clinic, die unentgeltliche juristische Hilfe für Frauen und queere Personen anbietet, sind rund 500 Personen angemeldet. Gefordert werden klare Gesetze gegen Deepfakes und digitale Gewalt – sowie ein „Nur Ja heißt Ja“-Gesetz. Eine Petition mit zehn Forderungen an die Bundesregierung hatte in kurzer Zeit rund 192.000 Unterschriften gesammelt.

Collien Fernandes: Mit schusssicherer Weste auf Demo

Einen Tag zuvor war Fernandes bei der Demo in Hamburg auf die Bühne getreten – mit schusssicherer Weste, Polizeischutz und Security. Noch am Vorabend hatte sie auf Instagram angekündigt, wegen Morddrohungen möglicherweise nicht erscheinen zu können: „Mittlerweile gibt es ernsthafte Sicherheitsbedenken aufgrund von Morddrohungen gegen mich. Ist das Eure Art, liebe Frauenhasser, damit umzugehen?“ Dann stand sie doch auf der Bühne. „Lasst uns gemeinsam die Mauern des Schweigens einreißen“, rief sie der Menge zu. Laut Veranstaltern versammelten sich rund 22.000 Menschen am Hamburger Rathausmarkt, die Polizei sprach von etwa 17.000.

Die Kundgebung war von Klimaaktivistin Luisa Neubauer, Kolumnistin Alexandra Zykunov und weiteren Aktivistinnen organisiert worden. Gefordert werden klare Gesetze gegen Fake-Profile, Deepfakes und digitale Kontrolle. Grünen-Politikerin Ricarda Lang meldete sich bei einer Demo in Hannover zu Wort: Deutschland dürfe nicht länger ein „Täterparadies“ sein.