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„Die Simpsons“-Autoren distanzieren sich von Corona-Verschwörung

Folge für schändliche Zwecke genutzt

Im Netz kursieren nun Memes, wo kurzerhand „Osaka Grippe“ in Coronavirus umbenannt wurde. Dazu gibt es rassistische Kommentare und Verschwörungstheorien. Sehr zum Verdruss der Simpsons-Autoren. So meldete sich Co-Schreiber der Folge Bill Oakley im „Hollywood Reporter“ zu Wort:

Ich mag es nicht, wie (die Folge) genutzt wird für schändliche Zwecke. Die Idee, dass irgendjemand es unpassender Weise nutzt, um Coronavirus als eine Art asiatische Verschwörung darzustellen, ist furchtbar. Die Versuche, Asien dafür verantwortlich zu machen – sind meiner Meinung nach grausam.“

Oakley, der die Folge gemeinsam mit Josh Weinstein geschrieben hat, erklärt weiter, wie die Episode keine Ängste schüren, sondern für Zuschauer völlig unglaubwürdig und deshalb witzig sein sollte. „Es sollte absurd sein, dass jemand in eine Box hustet und das Virus für sechs bis acht Wochen in einem Karton überlebt. Es ist Zeichentrick. Wir haben es bewusst so gemacht, weil wir es albern und nicht beängstigend machen wollten. Wir wollten keine dieser schlechten Zusammenhänge erstellen, deshalb hat sich das Virus auch wie ein Zeichtrick-Charakter verhalten, und zwar sehr unrealistisch.“

Der Autor distanzierte sich auch von den Zukunftsforscher-Qualitäten der Serie. Es gebe nur ein paar Fälle, wo „Die Simpsons“ wirklich etwas vorhergesagt haben. Es sei viel mehr Zufall, wenn wirklich etwas zutreffe. „Die Folgen sind so alt, sodass Geschichte sich nun mal wiederholt.“ Der Großteil der historischen Bezüge, die die Serie nutzt, stammen laut Oakley aus den 60ern, 70ern und 80ern.



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