Dschungelcamp 2014: Wendlers Abschied, Stoeckels Angriff


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Er war seltsam still geworden, während „Bild“ im fernen Deutschland fragte, wie er in fünf Tagen wohl in Iserlohn auftreten könne. Dann erhob sich Michael „Der Wendler“ Wendler und rief die Parole „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ Den verblüfften Mitinsassen erklärte er, es gebe zu wenig Nahrung, er sei schon geschwächt, leide auch an den hygienischen Bedingungen und müsse an seine nächsten Auftritte denken, auf keinen Fall dürfe er krank werden. Den an seinen Motiven zweifelnden Winfried Glatzeder wies er sogar auf den finanziellen Verlust hin, den er, der Wendler, mit seinem vorzeitigen Abschied akzeptiere.

Winfried war nicht der Einzige, der bei Wendlers Entschluss eine lang gehegte Konzeption vermutete. Spätestens, als er nicht mehr in der engeren Wahl zur Dschungel-Prüfung war, muss ihn Plan B beschäftigt haben: Abgang mit Gelärme, Interviews und Fotos im Hotel, ungestört von  den übrigen Dschungelgefangenen, dann triumphale Heimkehr nach Deutschland. Winfried resümierte: Der Wendler habe die Chance zur Läuterung vertan, er werde nun lebenslang so, wie er ist, mit sich leben müssen.

Was auch bedeutet, dass die zehn Bohnenesser im Camp nicht mehr mit den spontanen Gefühlausbrüchen („Ich mag hier jeden einzelnen!“) und seinem Schlachtruf „Good morning in the morning!“ leben müssen. Vor Wendlers Anwandlung hatte sich erstmals der rätselhafte Julian F.M. Stoeckel in Stellung gebracht, der sich – ausgerechnet von Wendler – am Stuhlgang gehindert fühlte. Nach der Rückkehr vom Plumpsklo entlud sich eine Kanonade von Invektiven, Obszönitäten und Fäkalsprache, mit denen er die Genossen und die Verhältnisse im Camp geißelte. Auch Triebstau machte sich bemerkbar, da in Stoeckels bemerkenswerter Rede öfter Begriffe wie „Blasen“ eingebunden waren. Spätestens nach diesem fulminanten Auftritt musste der Wendler handeln.

Derweil waren die Zuschauer noch immer nicht dazu bereit, die mittlerweile einem Nervenzusammenbruch nahe Larissa Marolt von den Dschungelprüfungen zu befreien, doch wird sie diesmal mit der sächselnden Melanie Müller antreten. Nach ihrem mit irrem Gelächter aufgenommenen Geständnis, sie habe bei ihrem letzten Abenteuer im Unrat mit Champagner geduscht und auch einen Schluck getrunken, gilt sie im Lager endgültig als hoffnungsloser Fall. Den Zuschauern reichen die Strapazen der Österreicherin noch nicht, die äußerlich geradezu grazil jede Folter übersteht. Mittlerweile äußert sogar Sonja Zietlow Mitleid – und falls Larissa sich stabilisiert, könnte sie um den Thron mitkämpfen. Denn Gabby beklagt ihre Mückenstiche, während Corinna, Marco und Tanja sich nicht aus ihrer Starre lösen. Wann drängen Jochen und  Mola in den Vordergrund, um den Platzhirschen Winfried in die Zange zu nehmen?

Favoriten:

Winfried
Melanie
Julian    

Hier können Sie lesen, warum Melanie Müller bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ Dschungelcamp-Königin 2014 wurde.