Das „Dschungelcamp“ findet nächstes Jahr ohne Dschungel statt


von

Statt in New South Wales in Australien findet die kommende Ausgabe des „Dschungelcamps“ (Ich bin ein Star, holt mich hier raus) in North Wales in Großbritannien statt. Das gab RTL am Freitag (25. September) bekannt.

Da es auf der Insel natürlich keinen Dschungel gibt, wird die wilde Location mit einer Burg getauscht werden. Das dürfte zu einem völlig neuen Erlebnis für die Kandidaten werden. Statt kurzer Hosen gibt es wohl Thermoshorts.

Der Kölner Privatsender folgt damit auch der britischen Variante der Show, die von ITV gezeigt wird und stets im selben Camp in Australien stattfand – auch damit Kosten gespart werden können. „Am erfolgreichen Sendungskonzept wird auch auf der britischen Insel festgehalten, einzelne Formatbestandteile werden aber für den neuen Produktionsort adaptiert“, erklärte RTL. Reis, Bohnen und tägliche Ekelprüfungen werde es weiter geben. Möglicherweise kehrt sogar das Lagerfeuer in neuer Form zurück (es war wegen Brandschutzbestimmungen nach den Flächenbränden in Australien gestrichen worden).

„Dschungelcamp“: Neuer Drehort, neue Herausforderungen

„In einer Zeit, in der so vieles anders ist, als wir alle es gewohnt sind, küren wir den Dschungelkönig eben einmal anders“, so RTL-Geschäftsführer Jörg Graf. „Australien scheidet derzeit für die Produktion aus, so wie für uns alle Urlaubsreisen in entfernte Länder schwierig oder gar nicht möglich sind. Doch deswegen diese tolle Show nicht zu machen, kommt für uns und unseren Produzenten-Partner ITV überhaupt nicht in Frage. Wir wollen unbedingt im Januar mit ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘ wieder On-Air sein und sind der Überzeugung, dass wir dies in der aktuellen Situation in Wales sehr gut umsetzen können.“

In den letzten Jahren litt die Dramaturgie der aufwendig produzierten Show etwas unter den ewig gleichen Abläufen und Prominenten, die im Dschungel wenig Lust hatten, den Rollen zu entsprechen, die man ihnen zuvor zugetraut hatte. In neuer Kulisse und mit einigen aus der Improvisation heraus entstandenen Änderungen könnte „Ich bin ein Star…“ 2021 so interessant werden wie lange nicht mehr.