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Gibbons, Dylan und Costello: Die Alben der Woche vom 06. November


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Album der Woche

Billy Gibbons & The BFG’s  – „Perfectamundo“ 

Perfectamundo Billy GibbonsHätten Sie’s gewusst? Der große Gitarren-Bart hat lange vor ZZ Top in Latin Percussion gemacht. Mit Großmeister Tito Puente! Billy Gibbons’ Kuba-Ausflug fürs späte Solodebüt passt also biografisch, und der musikalische Ertrag macht auch durchaus Spaß. Timbales und Texas-Boogie-Flair gehen prinzipiell gut zusammen – und das in „You’re What’s Happenin’, Baby“ sogar mit Rap-Einlage. Würde der Beat nur nicht zu oft auf der Snare-Peitsche von Nashville-Drummer Greg Morrow kleben bleiben, wenn Gibbons Standards wie „Treat Her Right“ reanimiert oder „Pickin’ Up Chicks On Downing Street“ spielt.

Sonst erinnert „Perfectamundo“ öfter mal an ganz frühe Santana, als da noch die Hammond von Gregg Rolie Auslauf hatte. Die B3‑Orgel ist hier (auch von Gibbons selbst gespielt) omnipräsent. Weshalb das Album konsequent mit dem frechen Booker-T.-&-The-M.G.’s-Rip-off „Q-Vo“ schließt. Nein, einen Bart hat Gibbons’ Ansatz nicht. Doch Ry Cooder oder Charlie Musselwhite haben ihm bei allem Amüsement schon mehr Substanz abgewonnen.

(Jörg Feyer, ROLLING STONE 11/2015)

Weitere Veröffentlichungen in dieser Woche:

Third Eye Blind ist mit „Dopamine“ noch mehr die Band von Stephan Jenkins geworden – und mixt wieder klassischen US-Poprock mit Power- und Wave-Pop. Klingt nach großen Refrains und teilweise nach dem College-Rock der 90er-Jahre. Bill Ryder-Jones musste seine Stamm-Band The Coral wegen Erschöpfung verlassen – hat nun aber mit „West Kirby County Primary“ eine Solo-Platte in seinem alten Kinderzimmer aufgenommen. Ob die E-Gitarren da früher auch schon so gekracht haben wie sie es auf dieser Scheibe tun? Darüber hinaus gibt es auch etwas (fast) Neues von Björk: Mit „Vulnicura Strings“ erscheint ebenfalls am Freitag eine von Streichern interpretierte Variante ihres achten Albums. Neue Versionen von „Lionsongs“ & „Black Lake“ inklusive.

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Plattenladen der Woche:

HOT SHOT RECORDS Knochenhauerstr. 20-25 28195 Bremen
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George Michael: Was ist die Todesursache der Pop-Ikone?

Todesursache George Michael, der 1963 als Georgios Panagiotou geboren wurde, verstarb am 25. Dezember in seinem Haus in Goring-On-Thames, zwei stunden östlich von London. Um die Ursache seines Todes rankten sich lange die unterschiedlichsten Gerüchte – von Drogen bis Selbstmord. Mutmaßungen, der im Alter von nur 53 Jahren verstorbene George Michael habe in der Zeit vor seinem Tod wieder eine Drogenabhängigkeit entwickelt, wurden zunächst als falsch bezeichnet. Andros Georgiou, der zu Jugendzeiten eng mit Michael befreundet war (die Jungs nannten sich sogar gegenseitig „Cousin“), erklärte jedoch öffentlich, was er über den Tod seines früheren Kumpels dachte: „Ich glaube, er hatte sehr…
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