Julien Temple verfilmt die Story der Kinks


von

Der britische Regisseur Julien Temple hat mit „The Great Rock’N’Roll Swindle“ – seinem unterhaltsamen wie provokativen Nachruf auf die Sex Pistols – 1978 einen der definitiven Musikfilme geschaffen. Auch „The Filth And The Fury„, der 2000 erschien, gilt als Meilenstein (und hat nicht umsonst seinen Platz in der Rolling Stone DVD Collection), gerade weil er dasselbe Thema noch mal aus anderer Perspektive zeigt und einiges gerade rückt: Während „The Great Rock’N’Roll Swindle“ nämlich eher Malcom McLarens Sichtweise der Geschehnisse in den Mittelpunkt stellt, hat in „The Filth And The Fury“ die Band selbst das Wort. Auch in den vergangenen Jahren überzeugte Temple mit seiner Dokumentation „Glastonbury“ oder „Joe Strummer: The Future Is Unwritten„.

Nun hat Julien Temple dem britischen „Q“-Magazine verraten, dass er einen weiteren Musikfilm plane: diesmal über die Anfangsjahre der Kinks. „You’ve Really Got Me“, die Durchbruchssingle von 1964, gibt den Titel für den Spielfilm. Temple werde dabei eng mit Ray Davies zusammenarbeiten und führe bereits Gespräche über die Frage, wie man den Film konzipieren könne, so „Q“. Der permanente Bruderkonflikt zwischen Ray und Dave Davies werde dabei im Mittelpunkt stehen, so Temple. „Die Hassliebe der beiden ist das Herzstück der Kinks-Historie, ich denke gar, sie bildet den soziokulturellen Nexus der Band.“ Ihre Geschichte stehe zudem stellvertretend für viele Karrieren großer Rockbands der 60er, so Temple. Weitere Informationen über eine Termin- oder Cast-Planung stehen noch aus.