Kay One nimmt sich die (Presse)Freiheit: Nach Abmahnung ist „Tag des jüngsten Gerichts“ wieder online

Im Rap-Kosmos ist es inzwischen bewährte Tradition, einen Diss-Track gegen einen ehemals besten Freund und Musiker-Kollegen aufzunehmen. Bushido und Kay One sind das momentan prominenteste Beispiel einer solchen zu Hass transformierten Freundschaft.

Bushido legte 2013 mit ‚Leben und Tod des Kenneth Glöckler’ vor und rechnete auf das Bitterste mit seinem einstigen best Buddy Kay One, bürgerlich Kenneth Glöckler, ab. Kay One legte nun in seinem knapp 25-minütigen Song ‚Tag des jüngsten Gerichts’ nach. Darin zieht er gehörig über Bushido her.

Bushidos Frau, Anna-Maria, ging das zu weit. Sie schaltete ihre Anwälte ein und ließ den Sänger abmahnen. Kay One löschte daraufhin das Video. Doch das war nur von kurzer Dauer, denn einen halben Tag später postete er den Clip erneut und kommentierte sein Handeln kämpferisch mit: „Ach was solls … Dann zeigt mich halt an. Das ist es mir wert… Ich lasse mir nicht den Mund verbieten.“

Kooperation

Und wahrlich, in dem Song kennt der Musiker keinerlei Grenzen, um seinen beschädigten Ruf wiederherzustellen. Wie geht das am besten? Sicherlich nicht mit konstruktiver Kritik oder einem klärenden Gespräch. Das ist im Rapbusiness verpönt. Stattdessen hagelt es massenweise Beleidigungen. Kay One wirft Bushido vor, Frauen schlecht zu behandeln, und er unterstellt dessen Kindern, Angst vor dem „Frankenstein-Gesicht“ des Vaters zu haben. Außerdem macht er eine Sodomie-Anspielung: „Es war dein Labrador, den du schlafend in der Garage f***. Deshalb kamen auch die Tierschützer und nahmen sie zurück.“

Schließlich behauptet Kay One, sein Rapkollege habe der schwangeren Ex-Geliebten Schläge angedroht, damit sie eine Abtreibung vornimmt: „Macht auf guter Vater, macht hier einen auf Ehrenmann. Doch droht ein Ehrenmann einer schwangeren Frau Schläge an? Er ist eben krank, Anis wollte sie bestechen. Dass sie’s wegmacht und wenn nicht, würde er sich rächen. Am besten, sie nehme das Geld und geht es abtreiben. Du bist dieser Teufel in Person und gehst über Leichen.“


Revolutioniert Billie Eilish das Musik-Business und verhilft dem Album zum Comeback?

Billie Eilish gehört zu den großen Newcomern des vergangenen Jahres. Eigentlich gibt es keinen Teenager seit Justin Bieber, der in so kurzer Zeit so viele andere Teenager dazu gebracht hat, der eigenen Musik zu lauschen. Und das mit einer mehr als obskuren Aura: Eilish gibt sich als grantige, unangepasste, depressive Gruselelfe. Als wäre sie ein Abkömmling der großartigen Graphic Novel „Am liebsten mag ich Monster“. „Apple Music“ ist seit langem ein großer Unterstützer der 17-jährigen Sängerin. Dort glaubt man, dass die Debüt-LP von Eilish nun zu einem Meilenstein in der Entwicklung der etwas schiefen Beziehung zwischen Album und Streaming-Service werden…
Weiterlesen
Zur Startseite