Pete Hegseth dankt Kid Rock und hebt Suspendierung der Helikopterpiloten nach Überflug über das Haus des Musikers auf

„Keine Strafe. Keine Untersuchung. Weitermachen, Patrioten“ – so kommentierte der Verteidigungsminister den Vorfall rund um die Militärpiloten in Nashville.

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Hollywood hätte es nicht besser schreiben können: Das Drama um die Besatzung, die Armeehubschrauber über Kid Rocks Haus in Nashville fliegen ließ, hat ein erstaunlich schnelles Ende gefunden. Das Ergebnis: absolut gar nichts. Nachdem die Armee die Piloten suspendiert hatte, die am Wochenende angeblich Militärhelikopter über Kid Rocks Anwesen in Nashville gesteuert hatten – ein Vorfall, zu dem sich auch Präsident Trump äußerte (wenngleich er behauptete, das vom Rocker geteilte Video nicht gesehen zu haben) –, hat der Verteidigungsminister der Sache ein Ende gesetzt. Vorerst.

Am Dienstag, nachdem die Meldung über die Suspendierung der beteiligten Piloten die Runde gemacht hatte, legte Verteidigungsminister Pete Hegseth in einer Geste des demonstrativen Gleichmuts nach und verkündete auf X: „@USArmy pilots suspension LIFTED“ – ein Post, der aus unerfindlichen Gründen auch Kid Rock dankte. Er ergänzte: „Keine Strafe. Keine Untersuchung. Weitermachen, Patrioten“ und setzte ein amerikanisches Flaggen-Emoji ans Ende.

Der ganze Wirbel begann am Samstag, als Kid Rock, bürgerlicher Name Robert Ritchie, ein Video von sich postete, in dem er zwei AH-64-Apache-Kampfhubschrauber bejubelt, die über sein Haus hinwegflogen, während er auf dem Pooldeck stand – einem Bereich, den er „The Southern White House“ getauft hat, weil er eine Nachbildung des Weißen Hauses in Washington, D.C. ist. Wie im Video ebenfalls zu sehen ist, ziert den Garten eine mannshohe Freiheitsstatue mit Blick auf den Pool.

Kid Rocks Kommentar zu Newsom

„Das ist ein Maß an Respekt, das der hirnlose Gouverneur von Kalifornien niemals kennen wird“, schrieb Rock als Bildunterschrift und schoss damit gegen Gavin Newsom. „Gott segne Amerika und alle, die das höchste Opfer zu ihrer Verteidigung gebracht haben.“ Zum Redaktionsschluss war das Video zehn Millionen Mal aufgerufen worden.

Die US-Armee identifizierte die Maschinen als AH-64-Apache-Kampfhubschrauber, die im Raum Nashville unterwegs waren. Ein Militärsprecher erklärte am Montag, es würden „geeignete Maßnahmen ergriffen, sollten Verstöße festgestellt werden“. Demnach stammten die Helikopter aus Fort Campbell, Kentucky, bevor sie über das Nashviller Stadtgebiet flogen – und die Piloten dabei offenbar einen Abstecher über Kid Rocks Anwesen einlegten.

In einer offiziellen Stellungnahme der Armee vom Montag hieß es: „Armeepiloten müssen strenge Sicherheitsstandards, Professionalität und geltende Flugvorschriften einhalten. Eine administrative Überprüfung läuft, um den Einsatz zu bewerten und die Einhaltung von Vorschriften und Luftraumanforderungen zu verifizieren.“

Trumps Reaktion auf den Vorfall

Am Dienstag äußerte sich auch Präsident Trump, nachdem ihn Fox-News-Reporter Peter Doocy gefragt hatte, ob er das „virale Video“ von „Armeehubschraubern, die über Kid Rocks Haus in Nashville kreisten“ gesehen habe. Trump verneinte, meinte aber: „Ich bin sicher, die hatten eine gute Zeit.“ Auf die Frage, ob die Besatzung nach dem offensichtlichen Ausflug tatsächlich suspendiert worden sei, antwortete Trump: „Naja, sie hätten das wahrscheinlich nicht tun sollen. Man soll ja keine Spielchen spielen, oder?“ Scheinbar in deren Verteidigung fügte er jedoch hinzu: „Die mögen Kid Rock. Ich mag Kid Rock. Vielleicht wollten sie ihn beschützen. Keine Ahnung.“

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Obwohl das Timing wie eine geplante Reaktion auf die No-Kings-Proteste der Linken wirkte, die am Wochenende stattfanden und Millionen Menschen mobilisierten – darunter Bruce Springsteen, der bei der Kundgebung in St. Paul auftrat –, wies ein Sprecher der 101st Airborne Division in Fort Campbell jeden Zusammenhang zurück. Die Hubschrauberflüge über Kid Rocks Anwesen in Nashville seien mit den Kundgebungen „völlig zufällig“ zusammengefallen, so der Sprecher.