Kylie Minogue enthüllt: Sie kämpfte erneut gegen den Krebs

In der Netflix-Doku „Kylie“ offenbart der Popstar, dass sie 2021 erneut an Krebs erkrankte – und auch diesmal gesiegt hat.

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In einer neuen Doku-Serie über Kylie Minogue hat der Popstar enthüllt, dass sie nach ihrer ersten Krebserkrankung, die vor zwei Jahrzehnten von den Medien intensiv begleitet wurde, im Jahr 2021 erneut eine Diagnose erhielt – und auch diesmal „wieder durchgekommen“ ist.

„Zum Glück habe ich es wieder geschafft, und alles ist gut“, sagte sie in dem Film, wie die BBC berichtete. „Wer weiß, was um die Ecke wartet, aber Popmusik nährt mich … meine Leidenschaft für Musik ist größer denn je.“ Die dreiteilige Dokuserie „Kylie“ ist jetzt auf Netflix verfügbar.

Im Mai 2005 hatte Minogue öffentlich gemacht, dass bei ihr Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert worden war, woraufhin sie Konzerttermine absagen musste. „Hoffentlich wird alles gut ausgehen, und ich bin bald wieder bei euch“, sagte sie damals. Noch im selben Monat wurde bekannt, dass sie sich von einer Operation erholte und ihr Arzt den Eingriff als Erfolg bewertet hatte. Ob es sich bei ihrer zweiten Erkrankung ebenfalls um Brustkrebs handelte, ist nicht bekannt.

Diagnose lange verschwiegen

In der Dokuserie „Kylie“ schildert Minogue, wie schwer es ihr fiel, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um über ihre zweite Diagnose zu sprechen – selbst als sie ihr 2023er Album „Tension“ promotete. „Ich fühle mich nicht verpflichtet, der Welt davon zu erzählen, und ehrlich gesagt konnte ich es damals einfach nicht, weil ich nur noch eine leere Hülle war“, sagte Minogue in der Dokuserie laut BBC. „Es gab einen Punkt, an dem ich das Haus nicht mehr verlassen wollte.“

„‚Padam Padam‘ [die Single aus ‚Tension‘] hat mir so viele Türen geöffnet, aber innerlich wusste ich, dass Krebs kein kleiner Ausrutscher in meinem Leben war“, fuhr sie fort. „Und ich wollte einfach sagen, was passiert ist, damit ich es loslassen kann. Ich saß in Interviews und dachte bei jeder Gelegenheit: ‚Jetzt ist der Moment‘ – aber ich behielt es für mich.“

Sie spricht jetzt darüber, erklärte sie, um Menschen zu ermutigen, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen – denn genau so hatten ihre Ärzte ihre Erkrankung entdeckt. „Früherkennung war entscheidend, und ich bin so dankbar, heute sagen zu können, dass es mir gut geht“, sagte sie. Minogues öffentlicher Umgang mit ihrer ersten Diagnose hatte damals viele Frauen, vor allem in Australien, dazu bewogen, sich untersuchen zu lassen – ein Phänomen, das die BBC als „Kylie-Effekt“ bezeichnet.

IVF vor Chemotherapie

In der Doku enthüllte Minogue außerdem, dass sie beim ersten Mal die Behandlung zunächst verschoben hatte, um eine IVF-Behandlung durchführen zu können. Auf die Chemotherapie zu verzichten sei „sehr beängstigend“ gewesen, sagte sie. 2008 wurde sie schließlich für krebsfrei erklärt.

Im Jahr 2013 sagte Minogue gegenüber ROLLING STONE, sie hoffe, dass ihre Geschichte als Krebsüberlebende anderen Betroffenen Mut machen könne. „Ich erkannte, dass in meiner Geschichte viel Mut steckte – auch in dem der Menschen um mich herum: meiner Eltern, meines Bruders und meiner Schwester, meiner übrigen Familie, meiner Freunde und natürlich auch in meinem eigenen“, sagte sie damals. Sie nahm bei einer Veranstaltung zugunsten des Women’s Cancer Research Fund der EIF den Courage Award entgegen. „Ich bin sehr geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten, und ich kann sie nur im Namen all jener annehmen, die dieses Schicksal bereits durchlebt haben oder gerade durchleben – denn man muss wirklich tief in sich gehen.“

„Kylie“ wurde von Michael Harte inszeniert, der auch den Michael-J.-Fox-Film „Still“ gedreht hat. Zu den Gesprächspartnern zählen unter anderem Minogues Schwester Dannii Minogue, Schauspieler und Sänger Jason Donovan, der einst mit Minogue liiert war, Nick Cave sowie Musikproduzent Peter Waterman.