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Beethovens 250. Geburtstag: 10 Songs, in denen der Meister weiterlebt


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Vor 250 Jahren erblickte Ludwig Van Beethoven das Licht der Welt. Am 17. Dezember 1770 wurde er in Bonn in das Taufregister der katholischen Remigiuskirche eingetragen, ob der geniale Komponist aber auch an diesem Tag oder vielleicht doch in den Tagen davor geboren wurde, weiß bis heute niemand.

Vielleicht ist es aber auch egal, denn viel wichtiger ist doch, dass Beethoven Musik für die Unendlichkeit schuf. Neben Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn war Beethoven einer der einflussreichsten Figuren der Wiener Klassik. In dieser musikalische Epoche legte er damals den Grundbaustein für die Romantik, die ab 1900 schließlich in die Moderne überging. Sein Einfluss ließ selbst nach seinem Tod im Jahr 1827 nicht nach. Bis heute zitieren Musikerinnen und Musiker immer wieder Beethoven in ihren Songs. Hier sind zehn davon.

„Because“ von den Beatles

Der Song erschien 1969 auf dem elften Studioalbum der Beatles, „Abbey Road.“ Wie John Lennon nach der Veröffentlichung verriet, war es seine Frau, die maßgeblich zu der Entstehung des Songs beigetragen hat. Als sie die „Mondscheinsonate“ von Beethoven auf dem Klavier spielte, habe Lennon ihr vorgeschlagen die Akkorde rückwärts zu spielen. Daraus sei schließlich „Because“ entstanden.

„I Can“ von Nas

Ob Ludwig Van Beethoven es 1810 wirklich gewollt hätte, dass „Für Elise“ fast 200 Jahre später für einen HipHop-Beat herhalten muss, bleibt offen. Doch Nas geht sorgsam mit Beethovens Erbe um und vermittelt im Songtext eine wichtige Botschaft an Kinder und Jugendliche: Bleibt drogenfrei und verwirklicht eure Träume! Eine Kombination, die den New-Yorker-Rapper auf Platz 12 der Billboard Charts brachte.

„This Night“ von Billy Joel

1983 veröffentlichte Billy Joel sein neuntes Album „Innocent Man“, auf welchem auch dieser Titel erschien. Joel verwendete hierfür den zweiten Satz aus Beethovens „Pathétique“-Sonate.

„Exposition/We Can Work it Out“ von Deep Purple

Deep Purples „Exposition/We Can Work it Out“ erschien ganz zu Beginn ihrer Karriere und ist durchweg mit einem Sample von Beethovens 7. Symphonie durchzogen. Die wurde zwischen 1811 und 1812 komponiert.

„If These Walls Could Talk“ von Mobb Deep

Das US-amerikanische Rap-Duo Mobb Deep bildete sich aus den New Yorker Rappern Prodigy und Havoc. Sie waren von 1992 bis 2017 aktiv. Wie Nas haben auch sie sich wohl von Beethovens „Für Elise“ verzaubern lassen und das weltbekannte Motiv der zarten Komposition für ihren Track verwendet.

„A Fifth Of Beethoven“ von Walter Murphy

Beethovens 5. Sinfonie ist wohl das klassische Musikstück, das selbst diejenigen kennen, die absolut nichts mit (klassischer) Musik am Hut haben. Sie erschien 1808 und 168 Jahre später verwandelte sie der Pianist Walter Murphy in eine Disco-Adaption. 1976 gelang ihm damit sogar ein Nummer-1-Hit.

„Piano & I“ von Alicia Keys

Es ist das Intro von Alicia Keys erstem Studioalbum „Songs In A Minor“ aus dem Jahr 2001 und das eröffnete sie mit der dramatischen „Mondscheinsonate“, die Beethoven 1801 veröffentlichte und später seiner Klavierschülerin und Gräfin Julie Guicciardi widmete. Die „Mondscheinsonate“ war schon zu Beethovens Lebzeiten äußerst erfolgreich, er wiederum fand, dass es deutlich bessere Stücke von ihm gäbe.

„Great Expectations“ von Kiss

Kiss haben sich hier für den zweiten Satz von Beethovens „Klaviersonate Nr. 8“ entschieden. Das Stück ist auch als „Pathétique“ oder „Grande Sonate Pathétique“ bekannt. Sie erschien 1799 – und ihre Adaption von Kiss ziemlich genau 200 Jahre später auf dem vierten Studioalbum „Destroyer“ (1976).

„Road To Joy“ von Bright Eyes

Der Song ist der letzte Titel auf dem 2005 erschienen Album „I’m Wide Awake, It’s Morning“, dem offiziell sechsten Studioalbum der Bright Eyes. Die Indie-Band aus Nebraska um Sänger Conor Oberst hat für „Road To Joy“ das bekannte Motiv der 9. Sinfonie übernommen, die auch als „Ode an die Freude“ bekannt ist. Sie erschien 1824 und gilt als Beethovens letzte vollendete Sinfonie.

„Ode to Joy“ von New Order

Die britische New-Wave-Band hat sich ebenfalls dazu entschieden, die „Ode an die Freude“ neu zu interpretieren. Sie klingt dabei kaum noch wie das Orginal, dennoch erkennt man sie sofort. Die Band verteilte an Heiligabend 1982 die limitierte Flexi-CD „Merry Xmas From The Hacienda“, auf welchem ihre Beethoven-Synth-Adaption erschien.


Dies ist die Geschichte hinter dem Beatles-Hit „Penny Lane“

„Wir hatten gerade die Arbeit an 'Strawberry Fields' abgeschlossen“, so George Martin, „und, Penny Lane' war das Resultat einer ,Was John kann, kann ich auch'-Attitüde. ,Strawberry Fields' war ein derartiger Knaller, dass Paul nach Hause ging, um das Optimum aus seiner Song-Idee herauszuholen. Und beide Songs waren bedeutsam, beide behandelten ihre Kindheit.“ Ursprünglich als Teil von „Sgt. Pepper's“ konzipiert, wurden beide Tracks dann vorab als „Doppel-A-Seite“-Single veröffentlicht. Große Teile des Textes gehen unmittelbar auf seine Jugendjahre in Liverpool zurück. Penny Lane ist eine Nachbarschaft ganz in der Nähe von Mimis Haus, wo Lennon seine Kindheit verbrachte; es ist auch der…
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