ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE

Neu im Plattenregal: Die Alben vom 07. Oktober 2011

In Kooperation mit der Plattenladenwoche vom 10. bis zum 15. Oktober stellen wir hier ab sofort per Foto jede Woche ein Geschäft unseres Vertrauens vor – diesmal: CITY MUSIC – Music Store Berlin, Kurfürstendamm 11 in 10719 Berlin. Infos unter www.musicstoreberlin.de.

Dieses Geschäft veranstaltet in der Plattenladenwoche übrigens diverse Instore-Events zum Thema „Musik von hier“. Zum Beispiel:
Montag, 10. Oktober 2011 Live-Auftritt & Autogrammstunde mit Haudegen
Mittwoch, 12. Oktober 2011 Live-Auftritt & Autogrammstunde mit Cäthe
Freitag, 14. Oktober 2011 Live-Auftritt & Autogrammstunde mit Jennifer Rostock

Hier eine Auswahl der Neuheiten im simfy-Player (die Songs sind ca. zwei Wochen hörbar):

Kooperation

Ryan Adams – „Ashes & Fire“ (Columbia/Sony)   
Birgit Fuß hat für Sie das Album schon einmal vorgehört. Lesen Sie hier die Review zu „Ashes & Fire“.
>>>> Hören Sie hier „Lucky Now“.

Avocado Club – „Dusty Nights“ (Dunefish/SPV)
Doofer Name, aber keine schlechte Band. Die Berliner zählen zu jenen Bands, die ganz offensichtlich überwiegend britische Musik hören. Da finden sich schon mal zackige Franz Ferdinand-Riffs, die Schnodderigkeit der Libertines, aber bisweilen auch mal die große Grandezza von Bands wie The Divine Comedy oder Rialto – falls die noch jemand kennt. Einer dieser wunderbaren Pathosbomben ist zum Beispiel ihr Song „King Of Nothing At All“, für dessen Video sie Oliver Korittke gewinnen konnten.
>>>> Sehen Sie hier den Album-Teaser zu „Dusty Nights“.

Bonnie Prince Billy – „Wolfroy Goes to Town“ (Domino)
Und auf einmal gibt es ein neues Album von Bonnie Prince Billy – und es ist wie immer großartig. Vier Sterne vergibt Arne Willander in seiner Kritik, die sie in der kommenden Ausgabe lesen können. Hier schonmal vorab sein Fazit: „Das Fehlen von Refrains, gefälligen Arrangements und jeder Art von Süffigkeit ist der Konsequenz geschuldet, mit der Bonnie ‚Prince‘ Billy immer schon seiner Vision folgte. ‚Wolfroy‘ reicht zurück zu seinem zweiten Album und zu ‚Master And Everyone‘, ist säkulare Andacht, Belcanto und Gothic, eine ganz und gar unfromme Übung im Stillwerden. Kaum zu ertragen, kaum zu vergessen.“
>>>> Sehen Sie hier „Time to Be Clear“

Björk – „Biophilia“ (Polydor/Universal)
„Biophilia“ wurde von Frank Lähnemann bereits rezensiert. Lesen Sie die Review hier.
>>>> Sehen Sie hier das Musikvideo zu „Crystalline“.

James Blake – „Enough Thunder“ EP (Atlas/Polydor/Universal)
Auch nach seinen Monaten im Hypestrudel, seinen zahlreichen Festivalauftritten und Solo-Shows hat der Dubstep-Popstar Blake noch „Enough Thunder“ für eine Sechs-Track-EP. Und die stagniert auf hohem Blake-Niveau und liefert tiefbrummende Bässe, atmosphärisches Keyboardwogen und den zarten Schmelz seiner androgynen Stimme, die man ja eh entweder liebt oder hasst. Vor allem das unruhige „We Might Feel Unsound“ ist dabei ganz formidabel geraten, ebenso die für Blakes Verhältnisse recht konventionelle, überwiegend auf sein Klavierspiel und seine Stimme setzende Joni Mitchell-Coverversion „A Case Of You“. Aber – auch wenn es schmerzt, das zu schreiben – der gemeinsame Song mit Bon Iver „Fall Creek Boys Choir“ ist bisweilen geradezu unerträglich. Zwei tolle Stimmen werden hier in der Autotune-Folterkammer geteert, gefedert und gevierteilt, bis sie am Ende nur noch nerven. Sorry, Boys…
>>>> Hier geht’s zum Stream von „Enough Thunder“.

Peter Gabriel – „New Blood“ (Real World/EMI)
Auch die Rezension von Arne Willander ist an dieser Stelle bereits online zu finden.
>>>> Sehen Sie hier Peter Gabriel mit „Wallflower“.

Mayer Hawthorne – „How Do You Do“ (Universal)
White man can’t jump? Von wegen! Mayer Hawthorne kann die Sache mit dem Soul, obwohl er ein recht blasser Weißer ist, wenn auch mit schwarzer Nerdbrille. Dass er sein Handwerk beherrscht, hat der Sänger, Musiker und Produzent aus L.A. schon mehrfach bewiesen – auf zahlreichen Touren und auf verschiedenen Alben. In diesem Sommer war er noch in Deutschland unterwegs – oft vor ausverkauftem Hause. Sein neues Album „How Do You Do“ ist ein wenig mainstreamkompatibler ausgefallen als das Debüt „A Strange Arrangement“ und liefert großen, funkelnden Soul, Pop und Funk. Mal schüchtern schmachtend wie im Opener „Get To Know You“, mal selbstbewusste im Chore „uuhhh“end und „aahhh“end wie in „You Called Me“. Kann man alles im simfy-Player nachhören. Sollte man tun.
>>>> Hören Sie hier den Song „Work To Do“.

Joe Henry – „Reverie“ (Anti-/Indigo)
„Reverie“ wurde bereits von Maik Brüggemeyer rezensiert. Lesen sie hier die Review.
>>>> Hier geht’s zum Stream von „Reverie“

Amy LaVere – „Stranger Me“ (Archer/Rough Trade)
Dreieinhalb Sterne gibt es in unseren Kurzrezensionen: „Country Soul with an edge, so toll polternd und ungeschminkt gespielt, dass man Jack White zu hören meint. LaVere singt dazu mit charmant schnippischer Attitüde, kann aber auch herzergreifende Balladen intonieren. Gute Songs, gutes Album!“
>>>> Hören Sie hier „Damn Love Song“

Dan Mangan – „Oh Fortune“ (City Slang/Universal)     
Der Kanadier begeisterte schon auf dem Orange Blossom Special in diesem Jahr, mit seinem Songs, die sich immer perfekt zwischen Melancholie und Witz platzieren. Gut gemachte Singer-Songwriterklänge, die eine Chance verdient hätten.
>>>> Hören Sie hier „How Darwinian“

Nneka – „Soul Is Heavy“ (Yo Mama/Rough Trade)
Diese Review ist bereits online. Lesen Sie die Kritik von Frank Lähnemann hier.
>>>> Sehen Sie hier das Video zum Titelsong „Soul is Heavy“.

Radiohead – „TKOL RMX 1234567“ (XL/Beggars Group/Indigo)
Einmal durch den (Re-) Mixer und noch mal neu kommt heute das Radiohead-Album „The King Of Limbs“. 19 Songs stark ist diese Doppel-CD, auf der z. B. Caribou, Jacques Greene, Four Tet und Jamie XX vertreten sind. Da ja schon die Originale recht elektronisch waren, gab es für die genannten Künstler natürlich ausreichend Anknüpfpunkte. Eine tolle Sammlung, auf der nicht alles Gold ist, aber bei einem Package in dieser Größenordnung sind ein paar Ausfälle ja auch mal erlaubt.
>>>> Hören Sie hier den Remix von „Seperator“.

The Real Tuesday Weld – „The Last Werewolf“ (Crammed/Indigo)
Stephen Coates bleibt ein wundersamer Geselle. Klangen seine Songs bisweilen mal nach einer britischen Antwort auf The Postal Service, lässt er sich nun gar nicht mehr auf einen Stile festnageln. Mal singt er, mal schreit er, mal spricht er lediglich. Passt aber eigentlich auch ganz gut zu diesem paradoxen Release, das der Soundtrack zum Buch „The Last Werewolf“ von Glenn Duncan ist. Schwer durchhörbar, aber bisweilen geradezu brillant.
>>>> Sehen Sie hier den Teaser für „The Last Werewolf“.

The Sons – „The Prime Words Committee“ (Popup/Cargo)
Zweieinhalb Sterne in unseren Rezensions-Quickies: Mit dem zweiten Album werden ja bekanntlich Weichen gestellt, doch The Sons fahren hier zweigleisig: Mal rollen sie in Richtung großer Geste („Open To Persuasion“), mal Richtung verhaltenem Folk-Pop („Scientists“). Nur mit New Wave wie „New Obsession“ geraten sie aufs Abstellgleis. (Cargo)

>>>> Hören Sie hier „Open to Persuasion“.


Guns N' Roses vs. Nirvana: Chronik eines Streits mit gutem Ausgang

Wenige Bands hatten sich Anfang der Neunziger derart beharkt wie Guns N' Roses und Nirvana. Die Gunners zählten bereits zur Rock-Aristokratie, die jüngere Band um Sänger Kurt Cobain waren die aufstrebenden Grunger. Guns N' Roses standen für Exzess, Nirvana für Depression. Nachdem Cobain das Angebot von Rose ausgeschlagen hatte, für ihn als Support aufzutreten, war der Ofen aus. Hasstiraden und Drohungen folgten. Von der Fehde zwischen Guns N' Roses und Nirvana ist heute nichts mehr zu spüren, nicht nur, weil Kurt Cobain 1994 verstarb. Es scheint auch so etwas wie Freundschaft entstanden zu sein, auf jeden Fall zwischen Axl Rose…
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