Pavement „liefern ab“ ab dem 19. Mai – zwei Gigs in Deutschland.


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Dieser Tage startet die Tour der Neunziger-Indie-Instituion Pavement. Nachdem ursprünglich nur ein paar Konzerte in New York geplant waren, hat sich das Ganze bekanntlich zu einer weltweiten Tour ausgewachsen. Die US-Kollegen hatten die Gelegenheit, bei den Rehearsals mit der Band zu sprechen. Basser Mark Ibold gestand dabei, dass ihm erst nach und nach die Konsequenzen dieser Live-Reunion bewusst wurden: „Als wir für die New York Gigs in wenigen Stunden rund 20.000 Karten verkauften, dachte ich nur: Mist, jetzt müssen wir ja wirklich abliefern!“

Deshalb widmete man sich ausführlichen Rehearsal-Sessions. Bob Nastanovich, bekanntlich der Mann für die weirden Percussions, erinnerte daran, dass die Pavements-Show in den Neunzigern entweder „großartig“ oder „schlampig“ waren. „Ich hoffe, beschämende Ausfälle dieser Art bleiben in diesem Jahr aus. Das ist ein Grund, warum wir die Proben machen: Damit wir nicht in diese Anfälle schlechten Musikmachens geraten.“

Mastermind Stephen Malkmus versicherte im Vorfeld, dass man in Sachen Songausfall eher verlässlich denn exzentrisch sei: „90 % der Songs werden ziemlich offensichtlich sein. Das würde ich als Fan auch so wollen.“

Interessant ist auch der Prozess der Wiederentdeckung der Pavement-Musik. Drummer Steve West musste erst einmal beim Label Matador anrufen, um sich die Alben schicken zu lassen. Anders ist es im Hause Nastanovich. Er hört sie ständig, weil Pavement die Lieblingsband seiner Freundin ist. „Ich glaube, ich könnte keine Freundin abkriegen, die nicht Pavement-Fan ist“, so Nastanovich.

Das Pavement Best of „Quarantine The Past“ ist am vergangenen Freitag via Domino erschienen. Live kann man sie im Sommer auf dem von uns präsentierten Roskilde-Festival sehen, oder hier auf Tour:

19.5. C-Halle, Berlin
21.5. Arena, Wien
22.5. Muffathalle, München