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Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Pavement – „Terror Twilight“


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Auskenner schätzen mittlerweile vor allem das Doppelalbum „Wowee Zowie“ (1995) mit seinen zerschossenen Songs, dem betont gelangweilten Gesang und der Hitverweigerungshaltung (die nach dem Hit „Cut Your Hair“ vom Vorgängeralbum, „Crooked Rain, Crooked Rain“ von 1994, einsetzte).

Auf dem wieder süffigen „Brighten The Corners“ war die Slackerhaltung zur Masche geworden und es musste Veränderung her.

Fast Pop – aber ohne Erfolg

Die kam mit dem Radiohead-­ und Travis­-Produ­zenten Nigel Godrich: Er ließ die Hängeschultrigen gerade stehen, forderte einfache Liebeslieder („You Are A Light“), bekam mutige Lieder über Coming­outs („Carrot Rope“) und kitzelte einen „Folk Jam“ heraus, der gar kein Jam war.

Alle fünf Bandmitglie­der spielten im gleichen Tempo und Stephen Malkmus nahm den Grashalm aus dem Mund. Das war schon fast Pop, wurde aber kein Erfolg.

Seit ihrer Live­-Reunion 2010 trauten sie sich leider kaum mehr an die Lieder dieser wunderbaren Platte heran, die in allen Kritiker-Rankings des Pavement-­Werks hin­ten liegt.


Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten

Ohne Konzerte und Festivals fanden wir uns plötzlich abends auf unsere Plattensammlungen zurückgeworfen und stellten fest: Oft sind es nicht die kanonisierten Klassiker, die man besonders gern auflegt.

Stattdessen sind es Alben im Katalog eines lieb gewonnenen Künstlers, die man ganz für sich allein zu haben scheint, weil der Rest der Welt sie verschmäht oder gar schon vergessen hat – missverstandene Geniestreiche, verkannte Meisterstücke, vernachlässigte Schlüsselwerke und Platten, die einfach viel besser sind als ihr Ruf und eine Neubewertung verdienen.


Jazz-Posaunist und Rock-Inspirator Chris Barber ist tot

Seit 1949 hatte Chris Barber eine eigene Band, er spielte mit einigen der größten Musiker und sorgte für entscheidende Weiterentwicklungen im Blues und Rock'n'Roll und seinem Kerngebiet, dem Jazz. Am Mittwoch (03. März) wurde bekannt, dass Barber am Dienstag (02. März) im Alter von neunzig Jahren gestorben ist. In den letzten Jahren litt er an Demenz. Barber wurde am 17. April 1930 in der britischen Welwyn Garden City geboren und studierte in London Posaune und Kontrabass. Vor allem interessierten ihn Stücke und Spielstil des amerikanischen Südstaaten-Jazz. Mit dem Song „Ice Cream“ wurde er über den eigenen Einflussreich bekannt, mit „Petite…
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