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Blackout Tuesday

Politik 2017: Europa, wir müssen reden

Es ist längst in Vergessenheit geraten, dass der heutige französische Präsident Emmanuel Macron noch am Anfang des Jahres 2017 nur ein womöglich interessanter Außenseiter war. Oder sogar als verrückt galt, weil er eine Kandidatur jenseits aller etablierten Parteien angemeldet hatte. Nicht aus Not. Aus Überzeugung. Macron hatte erkannt, dass nicht nur seine Kandidatur, sondern vor allem seine Präsidentschaft nur dann erfolgreich werden kann, wenn er nicht für eine der beiden Parteien antritt, die seit Beginn der Fünften Republik abwechselnd den Präsidenten stellten. Er ist nicht Teil einer Parteigeschichte, das macht ihn frei. So gewann er im Mai nicht nur in der Stichwahl die Präsidentschaft gegen die rechtsnationale Marine Le Pen, sondern im Monat später haushoch bei der Parlamentswahl.

Ich habe Macron im Sommer 2016 kennengelernt, kurz vor seinem Rücktritt als Wirtschaftsminister in der Regierung des Sozialisten François Hollande. Aus einem gemeinsamen Abendessen ist eine intellektuelle Freundschaft entstanden. Auch wenn ich politisch mit ihm nicht immer auf einer Linie bin, hat mich sein offenes Denken beeindruckt, das eine offene Auseinandersetzung ermöglicht.

Das „Ni, ni“-Prinzip – weder links noch rechts – ist fundamental für seinen Wahlerfolg, aber auch für seinen Politikansatz. Das wird von den Kritikern aus beiden alten Lagern vehement attackiert. Für die Sozialisten und Melenchon-Linken ist Macron ein böser Neoliberaler, für die Konservativen ein böser Staatsfetischist. Daran sieht man, dass beide Seiten nicht verstanden haben, warum er sie erledigt hat. Oder sie sich selbst erledigt haben.

Emmanuel Macron

Im Grunde zeigt Macron, dass mit diesen Kategorien keine politische Zukunft zu schaffen ist. Das sehe ich genauso. Nur in der sozialen Frage kann man links und rechts verorten, in der Frage der Menschenrechte schon nicht mehr, wenn man sozialistische Staaten wie Kuba, Venezuela oder die Sowjetunion betrachtet, die für eine totalitäre und unmenschliche Politik stehen. In der ökologischen Frage und in der Europa-Frage funktioniert die Unterscheidung auch nicht, es gibt Links- und Rechtsnationalisten.

FRANCOIS NASCIMBENI AFP/Getty Images


So unterschiedlich reagieren Rammstein-Fans auf die Tour-Absage

Wie so viele Künstler müssen auch Rammstein ihre geplanten Stadion-Konzerte in Europa vorerst ausfallen lassen. Aufgrund der Corona-Krise sind Shows dieser Größenordnung noch mindestens bis Ende August verboten. Verständlicherweise löste die Absage unterschiedliche Reaktionen bei den Fans aus – schließlich hatten sich viele bereits seit mehreren Monaten auf die Shows, für die nur schwer an Tickets zu kommen war, gefreut. https://www.facebook.com/Rammstein/photos/a.185050467712/10158008385967713/?type=3&theater Verständnis für die Situation überwiegt Den meisten der internationalen Fans, die sich unter dem Facebook-Post der Band zur Tour-Absage austauschten, ist der Ernst der Lage bewusst und sie reagierten verständnisvoll. Dort heißt es beispielsweise: Das ist das Beste. Alle…
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