Rap-Kollege Kay One packt über Bushido aus


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Der Deutsch-Rapper Kay One hat in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Stern über seinen ehemaligen Freund und Kollegen Bushido ausgepackt. Dabei sprach er über seine Zeit in Berlin und seine Nähe zum berüchtigten Abou-Chaker-Clan, in dessen Diensten Bushido angeblich stehen soll. „Am Anfang gefiel mir dieses ganze Bad-Boy-Ding. Ich war jung, naiv, ich hatte auch eine große Klappe“, sagt Kay One, „aber irgendwann konnte ich mir nichts mehr vormachen.“

Fünf Jahre soll Kay One, berichtet „Stern“, dem mafiösen Clan nahegestanden haben. In dieser Zeit sei er immer wieder ohne Grund geschlagen, eingeschüchtert und bei Vetragsverhandlungen betrogen worden sein, so der Rapper. So habe sich Bushido zum Beispiel während der Zusammenarbeit den Künstlernamen „Kay One“ beim Patent- und Markenamt sichern lassen.

Kay One, der mit bürgerlichem Namen Kenneth Glöckler heißt, steht seit einiger Zeit unter Polizeischutz. Das LKA stuft den 29-Jährigen in Gefährdungsstufe 2 ein, fünf Zivilbeamte müssen ihn beschützen.

„Natürlich habe ich Schiss“, sagte Glöckler dem „Stern“ und erzählte in diesem Zusammenhang von einem Vorfall während der Berliner Fashion Week: Ein schwarzer Volvo sei seinem Auto gefolgt, als Glöckner nach einer Veranstaltung mit seinen zwei Bodyguards zurück zum Hotel fahren wollte. „Auf einmal, an einer Ampel, steht der Volvo quer vor uns. Zack, gehen die Türen auf, ich sehe Kapuzen, Männer rennen auf uns zu, und einer zielt auf uns, mit einer Plastiktüte in der Hand, klar, mit ’ner Knarre drin.“

Auch was die Musik betrifft, rechnet Glöckner mit seinem ehemaligen Kollegen ab. „Als Rapper ist Bushido eine Mogelpackung“, sagt er und erzählt, dass er in der Vergangenheit Texte für Bushido geschrieben habe.

Mit seinen Interview-Aussagen steht Kay One, der sich im Laufe seiner Rap-Karriere eher als Sunnyboy, denn als Gangster-Rapper präsentierte, wieder im Rampenlicht. Demnächst wird er als Jury-Mitglied von „Deutschland sucht den Superstar“ an der Seite von Dieter Bohlen über die gesanglichen Qualitäten junger Bewerber urteilen. 

Bushido hat sich auf Twitter zum neuen „Stern“ bereits geäußert, mittels seiner eigensinnigen, von allen Konventionen befreiten Orthografie: „Früher Bravo heute Stern Cover“.