Rave the Planet: Neuauflage der Loveparade in Berlin


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Dr. Motte. plant eine große Neuauflage der Loveparade unter dem Namen „Rave the Planet“. Am 9. Juli 2022 sollen um die 25.000 Menschen zu der Musik von 150 Künstler*innen auf insgesamt 18 Musikwägen durch die Berliner Straßen tanzen.

„Rave the Planet“ soll aber mehr als nur eine hedonistische Spaßveranstaltung sein, sondern auch politischen Forderungen Ausdruck verleihen. So fordern die Veranstalter die Anerkennung und den Erhalt von elektronischer Musik als Kulturgut. Auf der Website heißt es dazu:

„Unsere Vision ist, dass Techno als Kulturform anerkannt wird. Die Berliner Technokultur, mit ihren Besonderheiten und Eigenarten, soll als Immaterielles Kulturerbe unter dem Schutz der UNESCO stehen. Clubs und weitere Spielstätten werden bewahrt und die Kulturschaffenden unterstützt, so dass die Kultur erhalten bleibt und sich weiterentwickeln kann.“

Die Route der mobilen Technoparty soll vom Kurfürstendamm, Potsdamer Platz und Brandenburger Tor in Richtung Siegessäule führen. Dr. Motte betont, dass sich die Veranstalter penibel an die mit den Behörden abgestimmte Sicherheitskonzepte halten wollen.

Dr. Motte hat vor mehr als 30 Jahren die Loveparade in Berlin gegründet. Die ersten Partys waren noch von überschaubarer Größe. So zogen bei der ersten Loveparade am 1. Juli 1989 nur um die 150 Menschen über den Kurfüstendamm. Später entwickelte sich die Loveparde zu einem Massenereignis mit hunderttausenden von Besucher*innen. Zuletzt fand die Parade an wechselnden Orten im Ruhrgebiet statt, bis es 2010 in Duisburg zu einem großen Unglück mit 21 Toten kam, was auch zum Ende dieses Rave-Modells führte.

—Dieser Artikel erschien zuerst auf Musikexpress.de—