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Reggae-Sänger John Holt ist tot

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Reggae-Sänger John Holt ist tot

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John Holt, einer der bekanntesten jamaikanischen Sänger, ist am Sonntagmorgen (19. Oktober) im Alter von 69 Jahren in einem Krankenhaus in London verstorben, wie sein Manager Copeland Forbes über den “Jamaica Observer” der Öffentlichkeit ausrichtete. Über die Todesursache gibt es keine weiteren Details.

Holt wurde für seine samtweiche, an Nat King Cole erinnernde Stimme verehrt und erlangte vor allem mit der Rocksteady-Band Paragons in den 1960er-Jahren eine große Bekanntheit auch außerhalb seines Heimatlandes. Mit den Paragons veröffentlichte er nicht nur unzählige Lieder, sondern erarbeitete sich auch den Ruf eines exzellenten Bühnen-Künstlers.

Holt schrieb mit Absicht entschleunigte und romantische Songs, die innerhalb des Reggae ein eigenes Genre prägten: Lovers Rock. Zu seinem bekanntesten Werk geriet der Track “The Tide Is High”, den er 1964 mit den Paragons eingespielt und lediglich als B-Side herausgebracht hatte. Weltbekannt wurde der Song allerdings erst Anfang der 1980er-Jahre, als die New-Wave-Band Blondie für ihre LP “Autoamerican” eine sensible Cover-Version einsang. Auch 2002 erhielt der Song noch einmal eine Wiederbelebung durch die Girlsband Atomic Kitten. Mit den Paragons gelangen dem Jamaikaner aber auch Hits wie “Tonight”, “Ali Baba”, “I See Your Face” und “Wear You to the Ball”.

Anfang der 1970er-Jahre versuchte sich Holt an einer Solo-Karriere. Die 1972 erschienene Platte “Stick By Me” ist bis heute eine der erfolgreichsten LPs in Jamaika. Als einer der wenigen Musiker seines Landes war es Holt vergönnt, mit dem London Symphony Orchestra aufzutreten. Sein letztes Solo-Album, “Peacemaker”, veröffentlichte der von vielen als Gentleman bezeichnete Sänger im Jahr 1993.

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