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Alice Boman Dream On


Twin Peaks liegt neuerdings in Schweden. Alice Bormans Debüt, dessen Titel nicht besser gewählt sein könnte, erinnert frappant an einige der Songs, die von der ätherischen Julee Cruise zu Lynchs Serie beigesteuert wurden. Vor allem „The More I Cry“ klingt wie eine heimliche Fortsetzung von „Falling“.

Sieben Jahre musste die Songwriterin aus Malmö um ihre Chance kämpfen, ein Label nach dem anderen sagte ab. Hört man diese intimen Schmuckstücke, die zugleich Cocteau Twins und Chromatics streifen, fragt man sich warum. Zu schwebenden Keyboard-Teppichen und traurigen Beats legt sich Bormans bittersüße Stimme wie kühler Regen auf verdorrte Erde. Eine herzerweichende Sammlung von Pop-Wiegenliedern. (Play It Again Sam/PIAS)

 


Wir brauchen „Imagine“ heute mehr, als John Lennon sich das je erträumte

John Lennon schrieb „Imagine“ an einem Vormittag Anfang 1971 in seinem Zimmer im Landsitz Tittenhurst. Yoko Ono sah zu. Lennon saß an dem weißen Flügel, der aus Filmen und von Fotos inzwischen weltbekannt ist, und komponierte „Imagine“ von Anfang bis Ende, in einem Rutsch. Die wehmütige Melodie, das federweiche Akkordmuster, die einprägsame Vier-Noten-Folge und fast den kompletten Text – 22 anmutige, schlichte Songzeilen über den Glauben daran, dass man die Welt verändern und heilen kann, wenn die Menschen feststellen, dass sie dieselben Träume haben. https://www.youtube.com/watch?v=YkgkThdzX-8 „Er hat sicher nicht gedacht: ,Hey, das wird eine Hymne!‘“, sagte Yoko 30 Jahre später.…
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