Alice Boman Dream On



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Twin Peaks liegt neuerdings in Schweden. Alice Bormans Debüt, dessen Titel nicht besser gewählt sein könnte, erinnert frappant an einige der Songs, die von der ätherischen Julee Cruise zu Lynchs Serie beigesteuert wurden. Vor allem „The More I Cry“ klingt wie eine heimliche Fortsetzung von „Falling“.

Sieben Jahre musste die Songwriterin aus Malmö um ihre Chance kämpfen, ein Label nach dem anderen sagte ab. Hört man diese intimen Schmuckstücke, die zugleich Cocteau Twins und Chromatics streifen, fragt man sich warum. Zu schwebenden Keyboard-Teppichen und traurigen Beats legt sich Bormans bittersüße Stimme wie kühler Regen auf verdorrte Erde. Eine herzerweichende Sammlung von Pop-Wiegenliedern. (Play It Again Sam/PIAS)