Apparat Krieg und Frieden


Irgendwo zwischen nervtötend, mysteriös und wunderbar rangiert das Intro dieses Titels. Als gruselig, atemlos und elektrisierend könnte man ihn im Abgang definieren. Dazwischen mischt sich Sascha Rings (a.k.a. Apparat) kratzende Stimme, die an Thom Yorke erinnert und immer ein wenig im Piano-Spiel unterzugehen droht. Die choralen Einlagen, die sich hier im mittleren Teil dazu gesellen, veredeln das Lied, das zum Epos wird. Jetzt ist dieses Pathetische im Stück gar nicht sonderlich überraschend, wenn man bedenkt, dass es ursprünglich für eine Tolstoi-Inszenierung im Rahmen der Ruhrfestspiele 2012 geschrieben und aufgeführt wurde. Die krassen Gegensätzlichkeiten,  die „Krieg und Frieden“ eigen sind, schweben auch hier immer irgendwo über der Melodie mit.

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NOMINEE VISUALS: FKA twigs

Die größte Errungenschaft, die die Evolution der Popmusik in den Zehnerjahren hervorgebracht hat, war die Postmodernisierung des R’n’B, und deren wichtigste Protagonistin ist die Londonerin FKA twigs. Auch andere Künstler*innen arbeiteten jenseits des Mainstreams unter Vermeidung von Genre-Klischees und mit vermehrtem Einsatz von elektronischen Elementen an einer Musik, die als „alternative R’n‘B“ oder „future soul“ bezeichnet wurde. Aber FKA twigs ging in ihrer Kompromisslosigkeit zwei Schritte weiter. Der unverwechselbare Stil von FKA twigs Die als Tahliah Barnett geborene Künstlerin begann zunächst eine Karriere als Tänzerin – sie war unter anderem in Videos von Kylie Minogue, Ed Sheeran und Jessie J…
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