Feine Sahne Fischfilet Sturm & Dreck

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Es gibt Bands und Künstler, die heimsen ein großes Lob ein, wenn sie sich ausnahmsweise dazu hinreißen lassen, in ihren Texten politisch zu werden. Feine Sahne Fischfilet dagegen nehmen seit je kein Blatt vor den Mund und setzen lautstark einen Haufen vor eure Burschenschaft („Zurück in unserer Stadt“). Maß und Mitte sind ihre Sache nicht, und dafür darf man den sechs Musikern dankbar sein.

„Mecklenburg-Vorpommerns gefährlichste Band“ – die possenhafte Züge annehmende Auseinandersetzung mit dem Verfassungsschutz ging durch alle Gazetten – hat den deutschsprachigen Punkrock mit Bläsereinsatz nicht neu erfunden, aber sie hat ihm dank ihrer Direktheit und, ja, auch Verletzlichkeit zu neuer Relevanz verholfen.

Auch auf ihrem fünften Album, „Sturm & Dreck“, besingt Jan „Monchi“ Gorkow Liebe und Hass, den Rausch, den Überdruss, den Zusammenhalt, die Selbstzweifel und den politischen Kampf, meist hymnisch, immer druckvoll, ohne Umschweife. Man glaubt der Band jedes Wort des Widerstands. (Audiolith)

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