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Jenny Hval Blood Bitch

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Dies sei, so die norwegische Künstlerin, ein Album über Blut, genauer: über Menstruationsblut, und „die rote und weiße Klopapierkette, die Jungfrauen, Huren, Mütter, Hexen, Träumer, Liebende verbindet“. Sie präsentiert hier also das vierte Solokapitel ihrer Forschung über Sexualität und Politik. Im vergangenen Jahr, auf „Apocalypse, Girl“, bedachte sie dabei die Verhältnisse der „capitalist clit“ und des „soft-dick rock“. Hier wird Hval persönlicher, wenn sie zu schnellem Hecheln „In The Red“ gerät oder hell wie Björk über die „Untamed Region“ quäkt.

Zugleich zieht sie sich vom Avantrock etwas zurück auf ihr Stammgebiet des synthetischen Goth-Pop – ein distanzierendes Manöver. In „Female Vampire“ arbeitet Hval mit Schauermotiven und wogend flüchtigem, Grimes-artig hellem Gesang, in „Conceptual Romance“ bewegt sie sich gekonnt zwischen zärtlichem Schweifen und verhaltener Aggression, schabend und schubbernd streunt sie mit zerbrechlicher Stimme durch „Secret Touch“. Als Konsequenz: unsichere, widersprüchliche, beunruhigende Gefühle. (Sacred Bones/Cargo)

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