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Led Zeppelin The Complete BBC Sessions

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Kaum zu verstehen ist immer noch, dass es von Led Zeppelin, die ihren Ruf durch fulminante Live-Auftritte konsolidierten, keine exemplarischen Konzertmitschnitte wie die der Who oder der Jimi Hendrix Experience gibt, nicht mal hochkarätige Bootlegs, wie die berühmte „Brussels Affair“ der Rolling Stones.

1997 erstmals in Auswahl offiziell vorgelegt, sind die BBC-Ses­sions dafür nicht wirklich ein Ersatz. Während sich die nach der US-Tournee 1969 getroffene Entscheidung, alle wichtigeren Konzerte fortan auf Band oder auch Film aufzeichnen zu lassen, für die Rolling Stones bis heute auszahlt, begriff Manager Peter Grant nie, was solche Tondokumente für den Nachruhm bedeuten könnten. Die frühen der sechs zwischen März 1969 und dem 1. ­April 1971 absolvierten BBC-Sessions boten allenfalls – sehr höflich formuliert – semiprofessionelle Arbeit der Tonleute: Nichts, was mit Live-Aufzeichnungen eines Roy Halee für Columbia oder denen von Pete Townshends langjährigem Tonmeister damals auch nur annähernd vergleichbar wäre.

Fremdschämen!

Immerhin konnte man hier die musikalische Entwicklung des Quartetts mit dem Faible für Rockabilly, Blues und Folk über die beiden Jahre hinweg gut nachvollziehen. Von Eddie Cochran und Willie Dixon, Bert Jansch und Robert Johnson inspiriert, waren die testosterongetriebenen Auftritte des Sängers vor der Band ein furioses Spek­takel – auf Konzertbühnen noch extrovertierter zelebriert als in den von der BBC dafür genutzten Studios und Sälen.

Der einzige neue Song unter den neun erstmals veröffentlichten Aufnahmen auf CD 3 ist das ­furios bluesrockige „Sunshine Woman“, das sie später leider nie im Studio einspielten. Auch das klanglich ein Mitschnitt, bei dem man sich für die BBC-Tonleute fremdschämen muss. (Swan Song)

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