Robert Plant: Wie Bob Dylan zu schreiben, gehe über seine Vorstellungskraft hinaus


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In der aktuellen Folge seines „Digging Deep“-Podcasts sprach Robert Plant über seine Bewunderung für Bob Dylan. Er drückte seine Begeisterung über Songwriter*innen aus, die das Talent haben, die Gefühle anderer in ihren Lyrics auszudrücken. Für ihn persönlich liege das außerhalb seiner Vorstellungskraft. Besonders Bob Dylan sei für ihn ein Paradebeispiel solcher Singer-Songwriter. Gleichsam lobte er das aktuelle Album Dylans „Rough And Rowdy Ways“, das im vorigen Jahr erschien.

Der Led-Zeppelin-Sänger und Radiomoderator Matt Everitt unterhielten sich über die verschiedenen Herangehensweisen einen Song zu schreiben, sei es mit Worten oder die Instrumentierung betreffend. Über die Bedeutung der Lyrics warf Plant die Frage auf: „Welche Seele entblößt du damit? Deine eigene? Schlüpfst du in einen Charakter oder ist es dir lieber, Bezug zu nehmen auf Menschen, die dir wichtig sind und ihre Probleme zu reflektieren? Dann nimmt ein Song eine andere Wendung. Das ist auf jeden Fall eine Leistung.“

Dylans Songwriting gehe über seine Vorstellungskraft voraus

Nachdem sich Everitt überrascht über diese Aussage zeigte, fügte Plant noch hinzu: „Mein eigenes Songwriting ist ziemlich geradlinig. Die Idee mich in etwas zu kleiden, das die Situation einer anderen Person ist und die du nur von außen betrachten kannst — das geht über meine Vorstellungskraft hinaus. Eine andere Person in seinem eigenen Song zu sein und deren Situation zu verbalisieren.“

Plant beschrieb Dylans aktuelles Album „Rough And Rowdy Ways“. Es beinhalte Songs über „Menschen, die ein Leben gelebt haben und genau darüber reden.“ Laut ihm sei Dylan „fähig — auf eine fast wunderliche Art und Weise — die Geschichte davon zu erzählen, was er selbst sieht und wie er andere Menschen sieht.“

Plant über Dylans aktuelles Album: „Das ist einfach die Geschichte unserer Leben!“

Als Robert Plant den ersten Song des Albums, „I Contain Multitudes“ gehört habe, sei er der Meinung gewesen: „Das ist einfach die Geschichte unserer Leben! Plant zeigte sich überzeugt, Dylan hätte „vermutlich eine Woche lang in diesen Gedankengängen schreiben können“, die „bewegend“ und „sehr besonders“ seien.

Das Hauptthema der aktuellen Podcast-Folge war der Song „Rude World“ — Plants Zusammenarbeit mit Jimmy Page aus dem Album „Inner Flame“ von 1997. „Jimmys Gitarrenspiel liegt außerhalb dieser Welt“, lobte Plant darin den Musiker. „Für den Song gelang es uns, Effekte anzuwenden und die Snare auf die Spitze zu treiben und generell Dinge aufzunehmen, die Jimmy und ich als Musiker und Songwriter normalerweise nicht getan hätten.“

Hören Sie hier Robert Plants aktuelle Podcast-Folge: