Queen & Paul Rodgers: Live In Ukraine (Kritik & Stream) - Rolling Stone






Queen & Paul Rodgers Live In Ukraine


EMI


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Wenn sich eine Band mit Superlativen auskennt, dann ja wohl Queen. Und doch ist Brian May an diesem Abend sichtlich beeindruckt. 350 000 Menschen fanden auf dem Riesenplatz in Charkiw zusammen, sie kennen jedes Wort zu jedem Song. Dass sich trotzdem kein Gefühl des Triumphes einstellt, liegt natürlich daran, dass bei dem, was sich heute Queen nennt, immer ein großes Vakuum im Raum steht.

Paul Rodgers hat eine große Rock-Stimme, aber gar kein Charisma, und wenn er versucht, die Theatralik von „I Want To Break Free“ oder „We Are The Champions“ nachzustellen, scheitert er gnadenlos. Man tut ihm auch keinen Gefallen, wenn man den Anfang von „Bohemian Rhapsody“ einfach Freddie Mercury per Videoleinwand singen lässt- so fällt im Anschluss nur umso mehr auf, dass Rodgers eine (sehr sympathische) Fehlbesetzung ist. Das Highlight der zweistündigen Show (die hier auch noch auf Doppel-CD zu hören ist) bleibt Mays Soloauftritt zu „Love Of My Life“- bei dem er wieder einmal Freddies Geist beschwört.


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