Samantha Crain Under Branch & Thorn & Tree


Die Politiker in Amerika fürchteten Ed Sanders, den Chef der Fugs, vor 50 Jahren noch mehr als seinen Kollegen Frank Zappa: „Durch Drogen und öffentliches Ficken brechen wir die Macht der Arschlöcher, die uns regieren“, sagte Sanders. Die Arschlöcher will auch Samantha Crain weghaben, aber sie nimmt kein Rauschgift, trinkt mal einen Rotwein, und in der Öffentlichkeit küsst sie nur.

Crain macht keine Protestlieder wie Joan Baez, sondern protestiert ganz allgemein dagegen, wie die Welt eingerichtet ist; ihre Themen kommen aus dem Alltag. Die Songs auf „Under Branch & Thorn & Tree“ sind Folkpop, die Atmosphäre ist Jazz, das liegt an Crains Stimme (sie hat Van Morrison studiert). Jack Kerouac meinte: Drauflosschreiben, immer vorwärts und nichts nachbessern – Crain arbeitet ähnlich, bloß zehn Tage brauchte sie, um ihre zehn Stücke aufzunehmen; sie hat Wärme, Sanftmut, Mitgefühl zu bieten, langweilig wird das nie. Samantha Crain wäre gern Kommunistin, das Ziel hat sie noch nicht erreicht, aber sie kann’s schaffen, sie ist ja erst 28.


ROLLING-STONE-Ranking: Die 50 besten Serienstars aller Zeiten

„Liebt, als gäbe es kein Morgen. Wählt, als gäbe es eins“, schrieb Chuck Lorre im vergangenen Jahr in seine Produktionsnotizen, die am Ende jeder Folge von „The Big Bang Theory“ kurz aufflimmerten. Das Motto ist auch für Seriengucker nicht verkehrt: Man muss sich heutzutage schon genau überlegen, womit man seine Zeit verbringt. Die Zahl großartiger Serien ist exorbitant angestiegen, die mittelmäßiger noch mehr. Lorres eigene fallen fast alle in den ersten Bereich, er ist der mächtigste Sitcom-Erfinder aller Zeiten. „Roseanne“, „Dharma & Greg“, „Two And A Half Men“ und natürlich „The Big Bang Theory“: Damit hat sich der Amerikaner unsterblich…
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